Geldspritze: Inter Mailand wird nach Indonesien verkauft

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GeldspritzeInter Mailand wird nach Indonesien verkauft

Die Spieler von Inter Mailand bekommen ihren Zahltag in Zukunft aus Indonesien. Eine Investorengruppe übernimmt von Klubbesitzer Massimo Moratti einen 70-Prozent-Anteil.

Italiens traditionsreicher Fussballclub Inter Mailand fällt in die Hände einer Investorengruppe aus Indonesien. Ein dreiköpfiges Konsortium um den Unternehmer Erick Thohir soll vom bisherigen Besitzer Massimo Moratti einen 70-Prozent-Anteil übernehmen.

«Alles ist unterschrieben», sagte Moratti am Dienstag vor Journalisten, ohne jedoch Details zu nennen. Italienische Medien hatten zuletzt berichtet, die Investoren könnten bis zu 350 Mio. Euro für bis zu 75 Prozent an dem finanziell klammen Club zahlen.

Inter, neben Juventus Turin und dem Stadtkonkurrenten AC Mailand einer der grössten Traditionsvereine Italiens, schreibt Verluste und schiebt einen Schuldenberg von rund 300 Mio. Euro vor sich her.

Zurück zum Erfolg

Mit den neuen Investoren soll der 1908 gegründete F.C. Internazionale Milano vor allem international wieder an frühere Erfolge anknüpfen. Der letzte grosse Titelgewinn gelang mit einem 2:0-Sieg über Bayern München 2010 im Finale der Champions League. Bisher hat Italiens Fussball-Liga Serie A nicht so viel ausländisches Kapital angezogen wie etwa in England oder Frankreich. Investor Thohir ist bereits Miteigentümer beim Major League Soccer Club DC United und beim US-Basketballteam Philadelphia 76ers. Seine Partner beim Deal mit Inter sind die Investoren Rosan Roeslani und Handy Soetedjo. (sda)

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