Rafael Benitez: Inter-Trainer steht das Wasser bis zum Hals
Aktualisiert

Rafael BenitezInter-Trainer steht das Wasser bis zum Hals

Der Fight gegen Twente Enschede wird für Rafael Benitez (50) zum Schicksalsspiel. Verliert der Inter-Trainer, wird er wohl gefeuert.

von
Andy Huber
Die Kummerbuben von Rafael Benitez müssen heute bei Twente Enschede gewinnen. (Keystone)

Die Kummerbuben von Rafael Benitez müssen heute bei Twente Enschede gewinnen. (Keystone)

Nach der 1:2-Niederlage bei Chievo Verona war Massimo Moratti ziemlich angesäuert. «Bis Mittwoch machen wir so weiter», knurrte der Inter-Boss und Öl-Magnat, der innerlich kochte. Was Moratti damit meinte, ist klar: Spielen die Italiener heute in der «Königsklasse» wieder wie Bettler, muss Benitez seine Koffer packen. Der seit Saisonbeginn amtierende Spanier steht nach vier sieglosen Partien in der Serie A mit neun Punkten Rückstand auf den verhassten Stadtrivalen Milan lediglich auf Platz sechs. Nach der Pleite in Verona konnte es Real-Coach José Mourinho nicht lassen, seinem Nachfolger einen auszuteilen. «Was? Er hat wieder verloren? Unglaublich!», höhnte der Portugiese, der letzte Saison mit Inter glanzvoll das Triple gewonnen hatte.

Doch Benitez gibt sich trotz seiner misslichen Lage weiterhin optimistisch. «Ich spüre, dass man mir hundertprozentig vertraut», glaubt der Ex-Liverpool-Trainer und macht auch gleich einen auf Durchhalteparolen: «Wir schlagen jetzt Twente, und dann ändert sich alles. Ich glaube noch an den Meistertitel!»

Doch wie sehr die Nerven in Mailand blank liegen, zeigte der Ausraster von Superstar Samuel Eto'o am Wochenende. Der Topskorer (9 Treffer) der Nerazzurri hatte unbemerkt vom Schiri Chievo-Gegenspieler Bostjan Cesar mit einem Kopfstoss à la Zidane niedergestreckt und wurde nachträglich für drei Spiele gesperrt. Fraglich, ob ausgerechnet der dünnhäutige Stürmer seinen Trainer aus der Krise zu schiessen vermag.

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