Interlaken BE: Protest gegen Kampfjets
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Interlaken BE: Protest gegen Kampfjets

Rund 200 Personen haben am Abend in Interlaken gegen den Kampfjetlärm in den Tourismusgebieten der Schweiz protestiert. Aufgerufen zur Kundgebung hatte die Vereinigung Helvetia Nostra.

Deren Präsident, Franz Weber, steht hinter einer entsprechenden Volksinitiative, die von National- und kürzlich vom Ständerat abgelehnt wurde. Die Initiative verlangt, dass in touristisch genutzten Erholungsgebieten in Friedenszeiten keine militärischen Übungen mit Kampfjets durchgeführt werden dürfen.

Die Kampfjets «verlärmen und verpesten unsere Berge und Täler», heisst es in einer Mitteilung von Helvetia nostra. Hinter dem Rücken des Volkes gehe die Armeeleitung Abkommen mit der Nato ein und öffne die Bergtäler ausländischen Kampfjets zum Einüben von Kriegen.

An der Veranstaltung im Kongresssaal in Interlaken wurde dazu aufgerufen, sich an der laufenden Vernehmlassung zum Sachplan Militär zu beteiligen. Dabei geht es unter anderem um die künftige militärische Nutzung von Flugplätzen. Unter anderen nahmen am Anlass die Nationalräte Paul Günter (SP) und Franziska Teuscher (Grüne) teil.

Hintergrund der Initiative ist der Lärm der F/A-18 in der Region des Militärflugplatzes Meiringen im Bener Oberland. Die dort startenden Kampfjets stören unter anderem auch die Ruhe des historischen Grand Hotels Giessbach, das Weber in den Achtziger Jahren mit einer Stiftung gekauft und restauriert hatte.

(sda)

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