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Internationale Patrouillen: Alltag bei der Seepolizei

Die Grenzwacht im Rheintal soll bald mit Kollegen von ennet der Grenze zusammenarbeiten. Bei der Thurgauer Seepolizei auf dem Bodensee ist das bereits Realität.

In Zukunft muss die Grenzwacht im Rheintal mit weniger Personal auskommen, darum sollen Österreicher und Schweizer ab 2007 gemeinsam mobile Grenzkontrollen durchführen. Was für die Grenzwacht neu ist, ist für die thurgauische Seepolizei bereits Alltag. Aus Personalknappheit wird seit 2002 ein grosser Teil der Patrouillen mit der baden- württembergischen Wasserschutzpolizei gemacht, im Sommer zwei bis drei Mal pro Woche.

Ein Schweizer und ein deutscher Seepolizist rücken jeweils gemeinsam aus, abwechslungsweise auf dem deutschen und dem Schweizer Boot. «So sparen wir Personal und haben bei Kontrollen in jedem Zuständigkeitsbereich den richtigen Mann an Bord», sagt Dienstchef Walter Leu. Denn auch wenn der Bodensee fast überall als internationales Gewässer gilt, gibt es Bereiche, in denen jeweils nur eine Polizei zuständig ist. Beide Korps sehen in der Zusammenarbeit nur Vorteile: «Gesetzesverstösse kümmern sich nicht um Grenzen», meint Leu. Zudem sei der Austausch bei Ermittlungen so einfacher. Dem pflichtet auch der Deutsche Manfred Misiak bei: «Die Zusammenarbeit macht uns ganz einfach schlagkräftiger.»

Annette Hirschberg

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