Paraguay: Internationaler Haftbefehl – flüchtige Deutsche wollen sich der Polizei stellen
Aktualisiert

ParaguayInternationaler Haftbefehl – flüchtige Deutsche wollen sich der Polizei stellen

Die zwei Deutschen waren im November letzten Jahres mit den beiden Kindern ohne die Zustimmung ihrer jeweiligen Ex-Partner nach Paraguay ausgewandert. 

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Das deutsche Paar, das mit zwei Kindern nach Paraguay geflohen ist, will sich der Polizei stellen. 

Das deutsche Paar, das mit zwei Kindern nach Paraguay geflohen ist, will sich der Polizei stellen. 

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Mit diesen Fotos wird von den paraguayischen Behörden nach den Mädchen gefahndet. «Es ist alles eingetütet. Wir stehen in permanentem Austausch mit den Behörden», sagte nun der Anwalt der Mutter in Paraguay.

Mit diesen Fotos wird von den paraguayischen Behörden nach den Mädchen gefahndet. «Es ist alles eingetütet. Wir stehen in permanentem Austausch mit den Behörden», sagte nun der Anwalt der Mutter in Paraguay.

Polizei Paraguay
Die Mutter eines der Kinde hatte die Bevölkerung um Mitwirkung bei der Fahndung nach ihrer Tochter gebeten.

Die Mutter eines der Kinde hatte die Bevölkerung um Mitwirkung bei der Fahndung nach ihrer Tochter gebeten.

AFP

Darum gehts

Nach Beginn einer landesweiten Fahndung will ein wegen Kindesentziehung in Paraguay gesuchtes deutsches Paar sich offenbar stellen. «Das Leben auf der Flucht war nicht das, was sie gewollt haben», sagte der Anwalt der Mutter in Paraguay, Stephan Schultheiss, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Laut dem Anwalt ist «alles eingetütet» 

Auch dessen Partner, Ingo Bott von der Düsseldorfer Kanzlei Plan A, bestätigte, dass sich das mit zwei Töchtern in Südamerika untergetauchte Paar aus Deutschland in den kommenden Tagen den paraguayischen Behörden stellen wolle. «Es ist alles eingetütet. Wir stehen in permanentem Austausch mit den Behörden», sagte Bott der DPA am Mittwoch auf dem Rückweg von Asunción nach Düsseldorf.

Bott vertritt gemeinsam mit Schultheiss die in Deutschland zurückgebliebenen Elternteile der Mädchen im Alter von zehn und elf Jahren. In der paraguayischen Hauptstadt habe er erfolgreich die Verhandlungen geführt, erklärte Bott. Zu den genauen Inhalten der Gespräche vor Ort machte er noch keine Angaben. Schultheiss zufolge ist in Kürze eine Rückkehr mit den Töchtern nach Deutschland geplant, wo sich das Paar ebenfalls den Behörden stellen würde.

Deutsches Paar wollte Corona-Impfungen verhindern

Der Vater des einen Mädchens und die Mutter des anderen Mädchens sind in zweiter Ehe miteinander verheiratet und waren im November vergangenen Jahres mit den beiden Kindern ohne die Zustimmung ihrer jeweiligen Ex-Partner nach Paraguay ausgewandert.

Offenbar wollten sie verhindern, dass die Kinder gegen das Coronavirus geimpft werden. Gegen das Paar liegt nach Angaben der paraguayischen Staatsanwaltschaft ein über die internationale Polizeibehörde Interpol verbreiteter Haftbefehl vor.

Zuletzt hatte es den Anwälten zufolge «fruchtbare Gespräche gegeben». Die Mutter des einen und der Vater des anderen Mädchens, die aus Essen und München kommen, hätten mit ihren Kindern telefonieren können. Nun soll es auch bald zum Wiedersehen kommen. 

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(dpa/fis)

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