Der Wochenrückblick: Internet, du warst so anders diese Woche!
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Der WochenrückblickInternet, du warst so anders diese Woche!

Internet, Liebes, wir müssen reden! Du hast dich so anders benommen diese Woche. Angeekelt hast Du mich, Du warst verunsichernd, aber irgendwie auch schön. Lass es mich Dir erklären…

von
Philipp Dahm

Die am besten laufende Bildstrecke am Freitag nach dem Eurovision Songcontest ist «Best of Madonna». Weitere Bildstrecken der Woche finden Sie rechts in der Box oder über die Links im Text.

Internet, nun reg dich doch nicht gleich auf. Du hast schon wieder diesen giftigen, hassigen Blick, den Du mir vor dem Wochenende in Form von Arnies Augen gezeigt hast. Du weisst, als Bruno, der Borat-Fashionista aus Österreich Schwarzenegger jagt. Das ist deine hässliche Seite und apropos: Von den Bildern der nackten «Britin», die Miami schockt will ich an dieser Stelle gar nicht sprechen. Oder von dem Film von Crazy-Kinski, der 1971 auf seine ureigene durchgeknallte Art und Weise sein Publikum beschimpft.

Und dann diese Sprunghaftigkeit, «Netti», das geht echt zu weit! Erst zeigst Du mir Bauern, die eine Frau suchen. Gut, so weit kann ich dir folgen. Aber dann präsentierst Du mir die Folgen von «Zieh mal dein T-Shirt aus!»: Die junge Frau vom Bauernkalender nebenan, die ihren Körper der Phantasie des alleinstehenden Landwirt zur Verfügung stellt. Ich finde, Du könntest dich auch mal entscheiden!

Und immer dieser Streit: Denke doch an den Eurovision Song Contest. Du hast mir zwar erzählt, welches Land wem hilft, doch nachdem es hiess «Ciao, Paolo» herrscht bei dir vor allemRatlosigkeit (SF) oder Wut und Ironie (Zuschauer). Nur mit einem hast du mich getröstet: Spätestens als die Gegner beim «Match» vorgestellt wurden, war klar: Hier gewinnt die Schweiz auf jeden Fall!!!

Erinnere dich doch mal an früher (in der Woche), «Netti»! Damals warst du noch so mysteriös wie die«geheime Liste» der GNTM-Sieger, die im Internet kursiert und die scheinbar wirklich stimmt. Du warst noch so natürlich, so wie DSDS-Sieger Thomas Godoj bevor er die Möglichkeit hatte, eine Gesichtsoperation machen zu lassen. Du warst so selbstsicher wie die Strittmatter, die sagt:«Ich mache mir kaum Gedanken über mein Aussehen.»Und so unbekümmert wie Jordan, die wohl gerade dadurch, dass sie ihre Naivität nicht versteckt, Millionen scheffelt.

Ich sehne mich nach diesen Zeiten zurück, als Du mir deine schönen Seiten gezeigt hast. Als Du noch die Bilder der Wahl zurMiss Zürich parat hast. Oder die zärtlichen Frauen-Küsse von Joss Stone. Als Du noch skandalträchtig warst wie «Schmidt & Pocher» und alle sich vor Charlotte Roches Auftritt gefürchtet haben, bei dem es wie unten bewiesen dann doch gar nicht so unartig herging.

Netz, denk mal drüber nach. Nächste Woche reden wir weiter, okay!? Und vergiss nicht: Liebe bedeutet immer auch Arbeit!

Dein Philipp

Charlotte Roche bei «Schmidt & Pocher» am 22. Mai 2008. Quelle: YouTube

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