Der Wochenrückblick: Internet, du wirst Europameister!

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Der WochenrückblickInternet, du wirst Europameister!

Der Europameisterschaft kann sich keiner entziehen. Auch die Woche in der Unterhaltungsredaktion war quasi ein Fussballfest: da ging es um Abseits, Titelkämpfe und böse Fouls.

von
Philipp Dahm

Die am besten laufenden Bildstrecke am 27. Juni: «Mach den Kasper, Promi!»

Fussball ohne Promis – das ist wie das Spiel ohne Ball: Man muss es beherrschen, aber ansehnlich ist das nicht. Gut dass es die WAGs gibt, die «Wifes and Girlfriedns» der Kicker, die den Sport noch etwas attraktiver machen. Hervorgehoben muss dabei Sarah, die Schweinsteigerin, die in Deutschland schon als dollste EM-Entdeckung gilt. Und wo wir gerade bei den Finalisten aus dem Nachbarland sind: Die haben nicht nur optisch etwas abgeliefert, auch akustisch gibt es Neues in Form dieses EM-Liedes.

Wie beim Spiel ums runde Leder hat auch die Unterhaltung seine Einlauf-Kinder, die die Profis auf den Rasen begleiten . In unserem Fall handelt es sich bei der Jugendlichen um Lady Bitch Ray, die auf einem Kinderfoto noch süss und unschuldig aussieht. Jahre später führt die einen Kampf wie Kicker um den Ball: Die Deutschtürkin, Charlotte Roche und Alice Schwarzer streiten darum, wer heute für Feminismus steht und wer nicht.

Apropos stehen: Beim Fussball muss das die Abwehr. Die Abwehr in diesem Ressort besorgen die (Killer-)Surfer, die Schauspieler Matthew McConaughey mit ganzem Körpereinsatz vor Paparazzi beschützt haben. Und der letzte Mann – im Fall die letzte Frau – war diese WocheKate Moss, die bei der Hochzeit von Leah Wood zu spät kam und so mal wieder im Mittelpunkt stand. Und weil jede Abwehr einen harten Hund braucht, haben wir hier schon die Überleitung zu Gus, der zum hässlichsten Köter überhaupt gewählt wurde.

Und wie beim Fussball gilt auch für die Unterhaltung der Leitsatz: Das Runde muss ins Eckige. Das hat sich offenbar auch Phoebe Price, die Peinliche gedacht, als sie vor Paprazzi ihren gefrorenen Yoghurt lustvoll lutschte, als sei das ein – Lolli. Ins Eckige – sprich auf den Bildschirm – wünschten sich auch viele das Sextape von Gina-Lisa. Lasst die Hoffnung fahren, liebe Nutzer: Alles nur erfunden, gab die Proll-Blondine selber zu.

Beim EM-Turnier gibt es natürlich Gewinner und Verlierer. Verloren haben die Franzosen und mussten vorzeitig abreisen. Gewonnen haben die Zürcher, denn im Schlepptau der Kicker beehrte Eva-Longoria-Parker nebst Ehemann die Limmat-Stadt. Ausgeschieden – aus dem Leben – ist leider auch der bissigeUS-Komiker George Carlin, was für das Showgeschäft ein schlimmerer Verlust ist, als die Niederlage unserer Nachbarn im Fussball. Eine Pleite erlebte die Woche auch Schlagersängerin Michelle – und zwar eine monetäre.

Ins (Liebes-)Abseits liefen diese Woche Tom Lüthi und Fabienne Kropf: Der Rennfahrer und die frühere Miss Bern sind seit dieser Woche kein Team mehr. In Mannschaftsstärke angetreten sind dagegen diese Woche dieMadonna-Klone: Promis posierten wie die Pop-Queen, doch ans Original kam keiner ran. Und wo gerade von Leistung die Rede ist: Selbst Dauerläufer wie«The Simpsons» können mal ins Formtief fallen, wie die US-Quote der neuesten Staffel beweist.

Im Gegensatz dazu ist der Höhepunkt des EM-Turniers das anstehende Finale. Um den Titel kämpft derzeit auch Amanda Ammann, die sich in Vietnam schlagkräftiger «Miss World»-Wahlkonkurrenz stellen muss. Die Wahl hatten auch die Schmierfinken der «New York Post»: Wenn Cynthia Nixon sagt, sie war bei einer Krebsvorsorge-Untersuchung, schreiben wir trotzdem, sie hätte eine Brust-OP gehabt? Sie entschieden dafür und gegen seriöse Berichterstattung: ein böses Foul!

Bleibt zu hoffen, das das letzte EM-Spiel fairer sein wird. Mit schicken Überraschungen wie jene 1,8-Meter-Python, die einen Australier auf der Toilette besuchte. Das Besondere: Die Betroffenen leben im zehnten Stock eines Hochhauses! Und zu einem echten Finale gehören auch die obligatorischen «Flitzer», die das Spielfeld stürmen. Das Pendant dazu sind die Blogger, die das Internet mit lustigen Überschriften versorgen. Im Gegensatz zur UEFA, die dem Fernsehen verbietet, die Flitzer zu zeigen, wollen wir Ihnen solche Bilder nicht vorenthalten!

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