China-Kritiker: «Internet ist das grösste Geschenk für China»
Aktualisiert

China-Kritiker«Internet ist das grösste Geschenk für China»

Für den regierungskritischen chinesischen Künstler Ai Weiwei ist die chinesische Führung unmenschlich. Doch es gibt Hoffnung.

Unter Hausarrest: Ai Weiwei in seinem Haus in Peking.

Unter Hausarrest: Ai Weiwei in seinem Haus in Peking.

Der regierungskritische chinesische Künstler Ai Weiwei hat die Führung in Peking als «unmenschlich» bezeichnet. «Die Regierung, das gesamte System (... ) opfert Bildung, Umweltressourcen und die Interessen der meisten Menschen, nur damit einige wenige Menschen mit Verbindung zur Regierung extrem reich werden können», sagte er.

Dies werde aber nicht mehr allzu lange dauern, zeigte sich der unter Hausarrest stehende Konzeptkünstler in einem Telefonat am Sonntag überzeugt. «Das Internet ist das grösste Geschenk für China, diese Art der Technologie wird diese Art der Diktatur beenden.»

Ai hatte am Freitag im Internet-Kurzbotschaftendienst Twitter mitgeteilt, dass er bis Sonntag um Mitternacht sein Haus in Peking nicht verlassen dürfe. Hintergrund sei vermutlich ein «Fest», zu dem der 53-Jährige Ai über Twitter für Sonntag in sein Atelier in Shanghai eingeladen hatte.

Mit der Aktion wollte er gegen den bevorstehenden Abriss des Ateliers protestieren, der von den Behörden angeordnet worden war. Ai am Sonntag, trotz seines Hausarrests seien bereits mehr als 100 Menschen in seinem Atelier in Shanghai und weitere seien unterwegs.

(sda)

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