«The Yes Men»: Internet-Spassvögel parodieren die WTO
Aktualisiert

«The Yes Men»Internet-Spassvögel parodieren die WTO

Umwelt-Aktivisten im Internet: Was als WTO-Parodie begann, hat einen ziemlich ernsten Lauf genommen, wie der Dokumentarfilm «The Yes Men» zeigt.

Politischer Aktivismus im Internetzeitalter: Zwei Amerikaner fälschen zum Spass seit Jahren bekannte Websites wie etwa jene von George W. Bush oder jene der Welthandelsorganisation (WTO). Die anscheinend harmlosen Aktionen eröffnen ihnen ungeahnte Möglichkeiten: Die Yes Men – wie sie sich selber nennen – werden regelmässig als Vertreter der WTO an internationale Vorträge und Foren eingeladen.

An solchen Veranstaltungen singen sie ein grotesk verzerrtes Hohelied auf den Kapitalismus und die Globalisierung. So schlagen sie zum Beispiel an einer Konferenz in Finnland vor, die Dritte Welt als einen modernen «Sklaven-Pool» zu nutzen. Unheimlicherweise scheint sich keiner der Manager im Publikum an den Ausführungen zu stören.

Leider will der Dokumentarfilm über die Yes Men mehr sein, als er eigentlich ist: Denn an die wirklich wichtigen Anlässe werden die

Internet-Aktivisten nicht eingeladen. Was zu Beginn noch witzig und verblüffend erscheint, wird immer mehr zu einem Film, dem das Format fehlt.

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