Investor will Aarau ein Fussballstadion bauen

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Investor will Aarau ein Fussballstadion bauen

Der FC Aarau soll doch noch ein Fussballstadion erhalten. Im Juni wird das Stadtparlament über den Standort sowie über einen Projektierungs- und Planungskredit entscheiden. Vorgängig kann auch das Volk im Internet mitreden.

In einer Internetumfrage will der Stadtrat eruieren, ob die Bevölkerung überhaupt ein Super-League-taugliches Stadion in der Region Aarau wünscht. Äussern kann sich die Bevölkerung auch zur Frage, ob das Stadion von einem privaten Investor oder von der Stadt erstellt werden soll.

Als mögliche Standorte stehen das Stadtentwicklungsgebiet Torfeld Süd und die Obermatte in der Nachbargemeinde Buchs zur Diskussion. Eine Machbarkeitsstudie ergab jedoch, dass das Torfeld Süd gegenüber dem Standort Obermatte Buchs deutliche Vorteile aufweist.

Stadtparlament entscheidet

Über den definitiven Standort werde der Einwohnerrat am 18. Juni zu entscheiden haben, sagte Stadtammann Marcel Guignard am Dienstagabend an einer öffentlichen Veranstaltung in Aarau. Mit der Standortfrage werde dem Stadtparlament auch eine Vorlage für einen Projektierungs- und Planungskredit unterbreitet.

Könne sich der Einwohnerrat weder für einen Standort noch für den Kredit entscheiden, bleibe alles beim Status quo. Mit der Null- Lösung im alten Brüggifeld bleibe dem FC Aarau allerdings nur die Zwangsrelegation in die Challenge League.

Eine Spielkonzession werde der FC Aarau nur erhalten, wenn 2008 ein Projekt für ein neues Stadion eingereicht sei oder ein Ausweich- Stadion ausgewiesen werden könne, betonte der Aarauer Vizeammann Beat Blattner. Die Verhandlungen mit der Swiss Football League über die Stadionauflagen seien sehr begrenzt.

Stadion mit 10 000 Plätzen

Von der Stadtbehörde wird der Bau durch einen privaten Investor im Torfeld Süd favorisiert. Erstellt würde in diesem Fall das Stadion von der Totalutnernehmerin Hauser Rutishauser Suter AG (HRS). Diese hat bereits die Maladière in Neuenburg gebaut und auch in St. Gallen und Thun den Zuschlag bekommen.

Geplant ist ein Stadion mit einer Kapazität von 10 000 Plätzen, das auf einer kommerziellen Mantelnutzung aufbaut. Im Gegensatz zu dem vom Volk im Herbst 2005 abgelehnten MittelandPark soll die Verkaufsfläche jedoch von 16 000 auf 8000 Quadratmeter reduziert werden.

Die Kosten für das «abgespeckte Projekt» liegen bei 36 Mio. Franken. Die Stadt Aarau müsste sich daran mit 17 Mio. Franken beteiligen. Je 6 Mio. Franken müssten der Kanton und die Ortsbürgergemeinde Aarau beisteuern. Für die restliche Finanzierung müssten Dritte sorgen. (sda)

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