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Inzest: Gnade für Patrick S.

Er hat vier Kinder mit seiner leiblichen Schwester und sollte deswegen zweieinhalb Jahren hinter Gitter. Nun bat er um Gnade – und hat sie bekommen.

Der wegen Inzest verurteilte Familienvater Patrick S. aus Leipzig muss zunächst nicht ins Gefängnis. Der 31-Jährige, der mit seiner 23 Jahre alten Schwester vier Kinder hat, hat ein Gnadegesuch eingereicht. Dieses liege mittlerweile dem Justizministerium in Dresden vor und werde nun von der Staatanwaltschaft geprüft.

Patrick S. war wegen der intimen Beziehung zu seiner leiblichen Schwester zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Davon muss er noch 17 Monate absitzen - sofern sein Gnadengesuch an Ministerpräsident Georg Milbradt nicht angenommen wird.

Am 13. März hatte das Bundesverfassungsgericht die Klage von Patrick S. gegen seine Verurteilung zurückgewiesen. Inzest bleibt demnach strafbar. Wenige Tage nach dem Urteil hatte die Leipziger Staatsanwaltschaft dem 31-Jährigen die Ladung zum Haftantritt am 31. März geschickt.

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