Corona-Pandemie in Spanien - Inzidenzwert bei 20- bis 29-Jährigen «ausser Kontrolle»
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Corona-Pandemie in SpanienInzidenzwert bei 20- bis 29-Jährigen «ausser Kontrolle»

Ganz Spanien, einschliesslich der Balearen und Kanaren, gilt wegen steigender Corona-Zahlen in Deutschland nun als Risikogebiet. Die Inzidenzwerte sind hoch – besonders bei jungen Menschen.

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Ganz Spanien gilt ab 11. Juli 2021 als Corona-Risikogebiet.

Ganz Spanien gilt ab 11. Juli 2021 als Corona-Risikogebiet.

Clara Margais/dpa
Es bestehe das erhöhte Risiko einer Infektion, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag mit. Bislang waren nur einzelne Regionen Spaniens als Risikogebiet ausgewiesen.

Es bestehe das erhöhte Risiko einer Infektion, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag mit. Bislang waren nur einzelne Regionen Spaniens als Risikogebiet ausgewiesen.

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Zudem wurde Zypern als neues Hochinzidenzgebiet eingestuft, dort gibt es ein besonders hohes Infektionsrisiko.

Zudem wurde Zypern als neues Hochinzidenzgebiet eingestuft, dort gibt es ein besonders hohes Infektionsrisiko.

Clara Margais/dpa

In Spanien ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag auf 199 gestiegen – nahezu der Wert von 200, ab dem Deutschland ein Land zum Corona-Hochinzidenzgebiet erklären kann. Besonders hoch ist allerdings der Inzidenzwert mit 1047 bei den 20- bis 29-Jährigen, meldet die spanische Zeitung «El Mundo». Sie beschreibt die Situation als «ausser Kontrolle». Auch bei jüngeren Menschen zwischen zwölf und 19 Jahren ist dieser Wert hoch: 891. Damit habe sich der Wert im Vergleich zu vergangener Woche verdoppelt, so die spanischen Behörden.

Auf Zypern ist es nicht anders

Auch Zypern war erst vergangenen Sonntag zum Risikogebiet erklärt worden. Nun droht die Ferieninsel wegen mehr als 200 Neuinfektionen auf 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen zum Hochinzidenzgebiet zu werden. Damit gilt eine Quarantänepflicht für alle Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind.

Spanien wird ab Sonntag bereits als Risikogebiet eingestuft. Nun droht dem beliebten Urlaubsland ein ähnliches Schicksal wie Zypern. Für das stark von Tourismus abhängige Land hätte das schwere wirtschaftliche Konsequenzen. Die spanische Regierung bezweifelt allerdings, dass die Orientierung an den Infektionszahlen der richtige Weg ist.

Tourismusministerin María Reyes Maroto sagte, die Inzidenz als Gradmesser für das Risiko verliere angesichts der hohen Impfrate und der niedrigen Zahl an Corona-Patienten in den Spitälern an Bedeutung. Spanien liege bei der Zahl der vollständig Geimpften mit 47,8 Prozent noch vor Deutschland (43,7). Auch die Todesrate sei niedriger als in Deutschland.

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Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

(DPA/kle)

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