Aktualisiert 07.04.2010 08:39

Justin Kockott

iPad zertrümmert

Eingefleischten Apple-Fans dürften beim Anblick der folgenden Bilder die Tränen in die Augen schiessen. Hinter der fragwürdigen Aktion steckt nicht blinde Zerstörungswut, sondern pures Kalkül.

von
mbu

Am vergangenen Samstag konnte sich Justin Kockott in Pittsburgh kurz nach Verkaufsstart einen iPad unter den Nagel reissen. Anstatt ihn gleich in Betrieb zu nehmen, bearbeitete er den gehypten Tablet-PC mit seinem Baseballschläger. Den dazugehörigen Clip hat er noch am gleichen Tag auf YouTube hochgeladen. Innerhalb von drei Tagen wurde er über 570 000 Mal angeklickt.

Seine Motivation ist alles andere als ideologisch motiviert. «Ich wollte einfach der Erste sein, der das tut», sagte der 19-Jährige gegenüber der «Los Angeles Times». Dass die Kommentare unterhalb seines Clips dermassen geharnischt ausfallen würden, hätte er nicht gedacht und stellt deshalb klar: «Ich liebe Apple.» Kockott hat sich am Samstag gleich drei iPads gesichert.

Der 19-Jährige ist nicht der Einzige, der dem iPad an den Kragen gegangen ist. Auch Tom Dickson nimmt sich regelmässig neuen Gadgets an, um sie in seinem Mixer zu zerstören. «Will it blend?», eine der erfolgreichsten Serien auf YouTube, hat ein neues Opfer, das iPad. Die US-Firma Blendtec zeigt einmal mehr, wie potent ihre Küchengeräte sind. Innert Sekunden ist von Apple Tablet-PC nichts mehr übrig ausser Staub und ein Stück Metall.

Blendtec ist ein Meister, wenn es um virales Marketing geht. Ihre drei PS starken Geräte zertrümmern iPods, Golfbälle, Murmeln, Cola-Dosen usw. Sobald ein lang ersehntes Produkt auf den Markt kommt, verschwindet es in ihrem Mixer und garantiert so grosse Zuschauerschaft im Internet.

(Quelle: YouTube)

Apple teilte am Montag mit, dass am Samstag in den USA mehr als 300 000 iPads verkauft worden seien. Mit enthalten ist die Zahl der online vorbestellten und mit einer Spedition ausgelieferten Pakete. Der Apple-Store für iPad-Anwendungen registrierte mehr als eine Million Downloads, ausserdem wurden nach Angaben des Unternehmens mehr als 250 000 E-Books gekauft (20 Minuten Online berichtete).

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