Unfall-Erkennung: Mit neuem iPhone 14 auf der Achterbahn – und schon rückt Rettungsteam aus

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Unfall-ErkennungMit neuem iPhone 14 auf der Achterbahn – und schon rückt Rettungsteam aus

Das neuste iPhone ist mit einer Unfallerkennung ausgestattet und kann direkt die Rettungskräfte und Notfallkontakte alarmieren. In den USA geht dies nun gehörig schief.

von
Dominik Fischer

Wie die neue Funktion Unfallerkennung funktioniert, erfährst du in diesem Video.

20 Minuten

Darum gehts

In den USA hat das neue iPhone 14 versehentlich einen Notruf ausgelöst, nachdem die Besitzerin mit einer Achterbahn gefahren war. Die 39-jährige Zahnärztin Sara White war mit ihrer Familie in dem Vergnügungspark Kings Island in der Nähe von Cincinnati. Ihr zwei Tage altes Handy hatte sie dabei sicher in einer Bauchtasche verstaut, wie das «Wall Street Journal» berichtet.

Rettungsdienst war bereits auf dem Weg zum Park

Während der Achterbahnfahrt ging die Unfallerkennung – eine neue Funktion der iPhones – davon aus, dass die Besitzerin einen Autounfall erlitten hatte. Als die Frau nach der Fahrt auf ihr Handy schaute, hatte sie bereits zahlreiche Anrufe erhalten und eine Sprachnachricht eines Notrufdienstes, der sie fragte, ob es ihr gut ginge. Ein Rettungsteam war bereits auf dem Weg zu dem Freizeitpark, als die 39-Jährige die Nummer zurückrief und sie darüber informierte, dass es ihr gut gehe.

Eigentlich würde es sich dabei um eine lustige Episode handeln, wenn nicht vielbeschäftigte Rettungskräfte durch den falschen Alarm des neuen iPhones von ihrer Arbeit abgelenkt werden und Freunde und Familie fälschlicherweise über einen Autounfall einer geliebten Person informiert werden. 

Vermehrter Fehlalarm bei den Einsatzkräften

Gemäss dem Bericht von «Wall Street Journal» ging allein aus dem Kings Island Freizeitpark bereits sechs Mal ein falscher Alarm an die Rettungskräfte aus, seit das iPhone 14 im September auf den Markt gekommen ist.

Wie die IT-Webseite «golem.de» erklärt, funktioniert die Unfallerkennung des Handys über einen Beschleunigungssensor, der in der Lage ist, Kräfte von bis zu 256G zu messen. Zusätzlich ist es mit einem Barometer ausgestattet, das Druckveränderungen messen kann und über ein Mikrofon werden typische Unfallgeräusche registriert. Springt die Unfallerkennung an, hat der Benutzer oder die Benutzerin noch einige Sekunden Zeit, um den Alarm manuell zu deaktivieren. Tut die Person das nicht, wird der Notruf alarmiert. 

Hast du dir das neue iPhone gekauft?

Wie das «Wall Street Journal» weiter schreibt, hatte die Funktion bereits Erfolg. So meldete sie einen tödlichen Autounfall in Nebraska, bei dem es keine weiteren Zeugen gab. Gemäss einem Apple-Sprecher sei die Funktion «extrem genau bei der Erkennung schwerer Unfälle».

Dennoch werfen Ereignisse wie in dem Kings Island Freizeitpark die Frage auf, ob Apple die Technologie weiter verbessern muss, um zu verhindern, dass die Unfallerkennung Angehörige in Angst und Schrecken versetzt und die Einsatzkräfte immer öfter unnötigerweise zu Einsätzen ausrücken.

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