Aktualisiert 18.09.2014 05:37

iOS-Evolution

iPhone-Betriebssysteme im Laufe der Zeit

Die Software des ersten iPhones war eine Revolution. Noch nie zuvor war ein Mobiltelefon so smart. Danach hat sich iOS stetig verändert - mit wachsendem Funktionsumfang.

von
ray

Dass man mit einem Smartphone im Internet surfen, Mails schreiben und navigieren konnte, war kein Alleinstellungsmerkmal des ersten iPhones. Die grosse Errungenschaft des Apple-Handys war die neue grafische Nutzeroberfläche mit den Apps. Das Handy mit Touchscreen liess sich so einfach bedienen wie kein anderes Mobiltelefon.

Bei der Einführung des ersten iPhones mit iOS 1 im Jahr 2007 - am Anfang hiess das Betriebssystem noch iPhone OS - waren Apps von Drittanbietern noch nicht zugelassen. Dafür konnte man bereits den iTunes Store benutzen, per Safari-Browser im Web surfen oder mit der Mail-App E-Mails schreiben - und zwar nicht nur im Hochformat, sondern auch mit quergestelltem iPhone, so dass es mehr Platz für die virtuelle Tastatur gab. Anders als die meisten anderen Hersteller wie Palm, Nokia oder Ericsson verzichtete Apple nämlich auf eine Hardware-Tastatur und setzte mit iPhone OS voll auf die Bedienung per Touchscreen.

Stetige Anpassungen im System

Mit iOS 2 kam 2008 der App Store hinzu, so dass auch viele Apps genutzt werden konnten, die nicht von Apple stammten. Neu war auch GPS ins iOS integriert, und da nun auch Microsoft Exchange unterstützt wurde, wurde das iPhone auch als Geschäftshandy interessant.

Mit iOS 3 liessen sich dann endlich auch MMS versenden und es wurden die überaus praktischen Funktionen cut, copy und paste eingeführt. Mit iOS 4 kam der Antennagate-Skandal: Hielt man das iPhone an einer bestimmten Stelle, verminderte man angeblich die Empfangsqualität des Geräts. Bereits mit dem Update 4.0.1 wurde dies wieder behoben.

iOS 5 erschien im Dezember 2011 und damit auch Siri, die persönliche, intelligente Assistentin, die akustisch mit den Benutzern kommuniziert. Ebenfalls wurden iMessage und die iCloud eingeführt. Dank Letzterer war es fortan nicht mehr nötig, das iPhone per Kabel mit dem Computer zu verbinden. Mit iOS 5 verschlechterte sich aber die Akku-Lebensdauer der Apple-Smartphones. Nur kurze Zeit nach dem Release wurde die Version 5.0.1 nachgereicht, mit der das Energiemanagement des Geräts verbessert wurde.

iOS 6 mit SBB-Uhr

Mit der Lancierung von iOS 6 erlaubte sich Apple, die in der Schweiz als Bahnhofsuhr bekannte Zeitanzeige zu integrieren. Das 1944 vom Schweizer Hans Hilfiker entwickelte, unverwechselbare Design hat offenbar auch in Cupertino Gefallen gefunden. Doch nachdem die SBB rechtlich gegen Apple vorgegangen war und der iPhone-Konzern 20 Millionen Franken hatte bezahlen müssen, verschwand die SBB-Uhr in iOS 7 bereits wieder. Neu war in iOS 6 auch Apple Maps, welches das lange Zeit verwendete Google Maps ersetzte.

iOS 7 brachte einen grossen Design-Umschwung. Fortan wurden aus den einst plastischen Icons flache, grafische Bilder. Eingeführt wurden auch der Fingerabdruck-Scanner und die Funktion AirDrop.

Eine umfassende Übersicht über die verschiedenen iOS-Versionen hat der britische Telecom-Händler7dayshop zusammengestellt. Ab Mittwochabend eröffnet das iPhone-Betriebssystem mit iOS 8 ein neues Kapitel.

Weil die Vögel es nicht von den Dächern zwitschern

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