Airdrop: iPhone-Nutzer werden mit Penis-Fotos belästigt

Aktualisiert

AirdropiPhone-Nutzer werden mit Penis-Fotos belästigt

Bei einigen Besitzern von Apple-Handys ist der Datenempfang stets aktiviert. Dies öffnet Tür und Tor für Belästigungen in Form von anzüglichen Bildern.

von
swe
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Man denkt sich nichts Schlimmes und schaut am Bahnhof, im Zug oder in einer vollen Bar auf das Handy.

Man denkt sich nichts Schlimmes und schaut am Bahnhof, im Zug oder in einer vollen Bar auf das Handy.

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Und schon ist es passiert.

Und schon ist es passiert.

Giphy
Irgendeine fremde Person hat einem ein Bild geschickt, das man eigentlich nicht sehen möchte. Beispielsweise ein männliches Geschlechtsteil.

Irgendeine fremde Person hat einem ein Bild geschickt, das man eigentlich nicht sehen möchte. Beispielsweise ein männliches Geschlechtsteil.

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Am häufigsten geschieht es an Orten, wo sich viele Menschen aufhalten – beispielsweise am Bahnhof, in Zügen oder in einer vollen Bar. Plötzlich erhält man auf seinem iPhone Bilder wie etwa Penis-Fotos, die man eigentlich gar nicht sehen möchte. Das Problem ist beim iPhone schon länger bekannt.

Grundsätzlich ist es schon seit iOS 7 möglich, Fotos und Videos per Bluetooth und WLAN an Personen mit einem Apple-Gerät in der Nähe zu schicken. Die Funktion mit dem Namen Airdrop ist zwar in der Regel auf die eigenen Kontakte beschränkt. Allerdings vergessen viele, die Funktion von Dauerempfang wieder umzustellen.

Apple soll handeln

Es gab immer wieder Fälle, in denen Frauen auf diese Weise belästigt wurden. So erhielt die 28-jährige Britta Carlson auf ihrem Handy-Bildschirm die Nachricht: «iPhone 1 möchte gern eine Datei mit dir teilen.» Ohne sich gross Gedanken darüber zu machen, habe sie «akzeptieren» gedrückt. «Es war eine ekelhafte Nahaufnahme eines Penis», so die schockierte Frau gegenüber Nypost.com.

Der Journalist Rob Pegoraro hat Apple nun aufgefordert, eine technische Lösung für das Problem zu finden. So sollte Airdrop nach einigen Minuten automatisch abgedreht werden, wenn man den Empfang einmal «für alle» freigegeben habe, so Pegoraro in einem Artikel auf Yahoo.com.

Wie man solche Fälle vermeidet

Mit dem Apple-Dienst Airdrop können Dateien zwischen iPhones, iPads und Macs per WLAN und Bluetooth direkt übertragen werden. Sender und Empfänger dürfen dafür nur knapp zehn Meter voneinander entfernt sein.

«Früher mussten Exhibitionisten mit einem Regenmantel auf die Strasse gehen und riskierten, verhaftet zu werden», sagte Sexsucht-Experte Brad Salzman gegenüber Nypost.com. Heutzutage hätten die Sextäter dank der Anonymität von Smartphones leichtes Spiel.

iPhone-Nutzer können sich allerdings vor solchen Belästigungen schützen, indem sie bei den standardmässigen Einstellungen von Airdrop die Option für den Empfang von Daten entweder auf «Nur Kontakte» oder «Empfang aus» wählen.

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