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Neue iPhone-FeaturesiPhone scannt jetzt nach Nacktbildern

Eltern haben neu die Möglichkeit zu schauen, dass ihre Kinder keine Nacktbilder mehr auf dem iPhone haben. Ein Algorithmus zensiert solches Material und benachrichtigt die Eltern.

Das iPhone erkennt automatisch, ob in der Fotodatenbank ein Nacktbild ist und merkt sogar, wenn ein Nacktbild mit der eingebauten Kamera fotografiert werden soll. Die Bilder werden daraufhin automatisch verpixelt. Das ist die Idee von Apples neuer Schutzfunktion. Diese ist ab heute in den USA verfügbar. Der Jugendmedienschutz-Beauftragte der Swisscom ist skeptisch. Die Privat- und Intimsphäre der Jugendlichen werde damit verletzt, das Anrecht darauf sollte aber geschützt werden. «Ich erachte die Förderung der Medienkompetenz und den offenen Dialog im Elternhaus als den Königsweg.» sagt Michael in Albon, Jugendmedienschutz-Beauftragter der Swisscom, weiter. Dies sei zwar ein oft unangenehmes Thema, es sei aber wichtig, dass die Erwachsenen das Gespräch suchen und über die Risiken der digitalen Kommunikation aufklären und die Kinder und Jugendlichen sensibilisieren.

Schutzmassnahmen in allen Ehren. Heikel ist, dass ein Algorithmus alle Aufnahmen nach primären und sekundären Geschlechtsteilen scannt. Laut Apple geschieht die Analyse ausschliesslich auf dem Handy. In den USA regte sich enormer Widerstand gegen die Funktion. Vor allem, dass Eltern benachrichtigt werden, wenn auf dem iPhone des Kindes Nacktbilder bemerkt werden, löste Proteste aus. Daraufhin hat Apple diese Funktion entschärft.

Wann und ob das Anti-Nacktbild-Feature überhaupt in die Schweiz kommt, ist im Moment noch unbekannt.

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(Team Video News)

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