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FamiliendramaiPod weggenommen – Teenie tötet seine Mutter

Ein 16-Jähriger aus Virginia gestand vor Gericht, seine Mutter vor Weihnachten auf brutale Art ermordet zu haben. Der Grund für seine Tat liess die Ermittler fassungslos.

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Vincent Parker gestand vor Gericht, am 19. Dezember 2013 seine Eltern attackiert zu haben. (Screenshot: WTKR.com)

Vincent Parker gestand vor Gericht, am 19. Dezember 2013 seine Eltern attackiert zu haben. (Screenshot: WTKR.com)

Der 16 Jahre alte Vincent Parker steht seit Mittwoch vor Gericht. Der Zehntklässler aus Norfolk im US-Bundesstaat Virginia gestand bei der ersten Anhörung, seine Mutter in der Woche vor Weihnachten erschlagen zu haben. Die Hintergründe des Falles sind äusserst dramatisch, denn der Teenager, ein Einzelkind, galt als Musterschüler und war in einer liebevollen Umgebung aufgewachsen. Was brachte also den 16-Jährigen zum Überschnappen?

Vincent Parker ging am 19. Dezember zuerst auf seine Mutter los. Als Carol Parker aus dem Badezimmer kam, besprühte ihr Sohn sie mit Pfefferspray. Danach stach er mit einem Messer ins Auge ein und schlug ihr mit einem Baseballschläger auf den Schädel und ins Gesicht, «bis sie aufhörte zu atmen.»

Es ging um sein iPod

Geduldig wartete er dann, bis sein Vater heimkam. Der Sohn stach mehrere Male auf Wayne Parker ein und schlug ihn mit einer Brechstange. Dem Mann gelang es, sich in Sicherheit zu bringen und die Polizei zu alarmieren.

Den Beamten erzählte der Jugendliche zunächst, dass sein Vater der Aggressor gewesen sei. Doch seine Geschichte flog bald auf und er wurde verhaftet. Bei der Einvernahme gab er zu, «einfach ausgerastet» zu sein. Die Schuld wies er seinem Vater zu: «Das hat alles mit ihm zu tun. Er hat mir mein iPod weggenommen.»

Grossvater hat Enkelsohn verziehen

Eine psychiatrische Untersuchung attestiert dem Teenager, «intelligent» und «zurechnungsfähig» zu sein. Er wird daher vor Gericht als Erwachsener behandelt. Das Urteil soll im September fallen.

Seine Verteidigerin Emily Munn sagte gegenüber dem TV-Sender «WTKR.com», dass ihr Mandant mit einer jahrzehntelangen Strafe zu rechnen hat. Die Anwältin hofft jedoch, dass der Richter den Jungen einen Teil der Strafe in einer Jugendanstalt absitzen lässt.

Grossvater Allen Taylor erwartet ein milderes Urteil. «Ich wünsche, dass Vincent eine Art Therapie bekommt, damit er reifer und erwachsener wird. So kann er auch bereuen, was er getan hat. Ich hab ihm geraten, zu Gott zu beten, damit er ihm vergibt.» Der Grossvater hat seinem Enkel schon verziehen. «Wenn ich das nicht tue, wer wird das sonst tun?»

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