Aktualisiert 23.10.2003 14:22

Irak-Aufbau: Milliarden Dollars verschwunden

Mehrere Milliarden Dollar für den Wiederaufbau Iraks sind nach Angaben der britischen Hilfsorganisation Christian Aid in einem «schwarzen Loch» verschwunden.

Wie die Organisation am Donnerstag in London berichtete, seien mindestens fünf Milliarden Dollar an Öleinnahmen und aus dem Vermögen des Regimes von Saddam Hussein an die US-geführte Verwaltungsbehörde CPA gegangen.

Nur für eine Milliarde Dollar habe man die Verwendung zurückverfolgen können, der Rest sei in einem «schwarzen Loch» verschwunden, teilte Christian Aid mit.

Zwar sei es gut möglich, dass das Geld völlig korrekt für den Wiederaufbau ausgegeben worden sei, doch habe die Behörde bislang nicht offengelegt, wofür es verwendet worden ist.

«Dies ist irakisches Geld. Das irakische Volk muss wissen, wohin es geflossen ist, und es sollte für das Wohl des ganzen Volkes ausgegeben werden - insbesondere für die Ärmsten», sagte ein Sprecher der Organisation.

Die CPA wies die Vorwürfe nach Angaben des britischen Radiosenders BBC zurück. Die Behörde sei bei der Verwaltung der irakischen Gelder «den höchsten Standards der Transparenz und Verantwortlichkeit» verpflichtet, sagte eine Sprecherin der Behörde in Bagdad, wie die BBC berichtete. (sda)

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