Irak erlaubt der Türkei keine Militäraktionen
Aktualisiert

Irak erlaubt der Türkei keine Militäraktionen

Die Türkei darf ihre Soldaten nicht gegen kurdische Separatisten im Nordirak einsetzen.

Die irakische Regierung verweigerte am Freitag ihre Zustimmung zu einer entsprechenden Forderung aus Ankara. Als ersten Schritt für eine Zusammenarbeit unterzeichneten beide Länder jedoch ein Abkommen über die Terrorbekämpfung.

Es sei nicht möglich gewesen, eine Vereinbarung zur Suche nach kurdischen Rebellen zu erzielen, sagte der türkische Innenminister Besir Atalay. Man hoffe jedoch, diese Frage in der Zukunft klären zu können. Bis dahin solle die Terrorbekämpfung so stark wie möglich ausgeweitet werden. Der irakische Innenminister Dschawad al Bolani hatte die Genehmigung für grenzüberschreitende Militäraktionen durch die Türkei offenbar auf Druck der kurdischen Provinzverwaltung verweigert.

Al Bolani sprach dennoch von einem wichtigen Schritt. Der Irak werde es den kurdischen Rebellen nicht erlauben, die Türkei anzugreifen. Aus der kurdischen Verwaltung verlautete, man fühle sich dem Abkommen nicht verpflichtet, da die Kurden nicht an den Verhandlungen beteiligt worden seien. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan forderte die Vereinigten Staaten am Donnerstag in New York auf, gegen die Rebellen vorzugehen. Sollte das nicht geschehen, könnte das die Beziehungen zwischen beiden Ländern beschädigen. (dapd)

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