Irak: Mehrere Tote in Ramadi
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Irak: Mehrere Tote in Ramadi

Bei der Explosion einer Autobombe in der irakischen Stadt Ramadi sind am Mittwochabend mehrere Menschen verletzt oder getötet worden.

Der Anschlag richtete sich gegen das Haus eines Scheichs, der die US-Verwaltung unterstützt. Mindestens ein Kind wurde tot geborgen, wie ein Verwandter von Scheich Amir Ali Suleiman mitteilte. Ramadi liegt rund 100 Kilometer westlich von Bagdad und ist Teil des «Sunnitischen Dreiecks», in dem der Aufstand gegen die US-Truppen am stärksten ist.

Diese verstärkten unterdessen ihre Offensive gegen die Freischärler. Flugzeuge warfen zwei 900 Kilogramm-Sprengsätze auf Ziele bei Bakuba ab, 50 Kilometer nordöstlich von Bagdad. Dort hätten die Aufständischen Sprengsätze hergestellt, erklärte US-Major Gordon Tate am Mittwoch in Bagdad. Am Mittwochabend waren in Bagdad schwere Explosionen zu hören.

Auch die nordirakische Stadt Kirkuk wurde aus der Luft bombardiert. Die Streitkräfte führen damit eine aggressivere Strategie gegen die Aufständischen, die Tag für Tag neue Ziele der Besatzungstruppen angreifen. Am Mittwoch wurde nach Berichten von Augenzeugen ein Versorgungskonvoi nördlich von Samara attackiert. US-Soldaten erwiderten das Feuer und erschossen zwei Iraker, darunter einen Jugendlichen.

Die in London erscheinende arabische zeitung «Al Hayat» veröffentlichte am Mittwoch im Internet eine Erklärung der Baath-Partei des gestürzten irakischen Staatschefs Saddam Hussein, in der zu weiterem bewaffneten Widerstand aufgerufen wird. Daran ändere auch nichts der neue Zeitplan für eine schnellere Übergabe der Regierungsgewalt an die Iraker, heisst es in der Erklärung.

Die bis Juni 2004 ins Auge gefasste Regierungsbildung soll nach dem Willen der US-Regierung mit einer neuen UN-Resolution bekräftigt werden. Das Aussenministerium bereite einen entsprechenden Entwurf vor, verlautete aus Regierungskreisen. (dapd)

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