Aktualisiert 19.10.2004 09:49

Irak: Öl-Export über die Türkei gestoppt

Ein Anschlag auf eine Öl-Pipeline in Nordirak hat den irakischen Öl-Export über den türkischen Hafen Ceyhan unterbrochen.

Das berichtete ein Angestellter der staatlichen Ölgesellschaft in Baidschi.

In der Nähe der rund 220 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Ortschaft Baidschi habe sich am Morgen eine grosse Explosion an der Pipeline ereignet. Die Pipeline reicht von Kirkuks Ölfeldern bis in die Türkei. Die Feuerwehr bemühte sich am Vormittag, das Feuer an der Ölleitung unter Kontrolle zu bringen.

Falludscha war am Dienstag wieder Ziel von Angriffen des US- Militärs. Angegriffen wurden laut der US-Armee Verstecke und Waffenlager von Anhängern des Extremistenführers Abu Mussad el Sarkawi.

«Mehrere Folgeexplosionen deuten darauf hin, dass in den Häusern eine grosse Menge Sprengstoff oder Munition gelagert wurde», hiess es in einer Mitteilung der Amerikaner.

Über Tote oder Verletzte machte das US-Militär keine Angaben. Seit mehreren Wochen fliegt die US-Armee fast jede Nacht Luftangriffe auf die Stadt. Seither seien wichtige Gefolgsleute Sarkawis getötet worden, hiess es in der Erklärung. Am Boden ist die Stadt von mehr als tausend Soldaten umstellt.

Die USA und die irakische Regierung vermuten Sarkawi in Falludscha. Seine Gruppierung El Tawhid wa El Dschihad (Einheit und Heiliger Krieg) hat sich zu zahlreichen Anschlägen in Irak sowie zur Entführung und Ermordung mehrerer ausländischer Geiseln bekannt.

(sda)

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