Irak: Silberstreifen am Horizont
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Irak: Silberstreifen am Horizont

Der Plan zur nationalen Versöhnung des Ministerpräsidenten Nuri al-Mailiki scheint zu taugen. Sieben sunnitische Aufständischen-Gruppen streben eine Waffenruhe unter der Initiative an.

Die positive Reaktion der Gruppierungen teilte ein Sprecher der Dawa-Partei Al-Malikis, Hassan al Suneid, am Montag in Bagdad mit.

Al Suneid nannte nur die Namen von sechs der sieben Gruppen, die von Beobachtern als weniger bedeutend eingestuft werden: Die Al-Aschrin-Brigaden, die Mohammed-Armee, Abtal al Irak (Helden Iraks), die Gruppe 9. April, die Al-Fatah-Brigaden und die Brigaden des Generalkommandos der Streitkräfte.

Kluft zwischen Saddam-Anhängern und Al-Kaida

Die Bereitschaft dieser Gruppen zu einer Waffenruhe unter dem am Sonntag vorgestellten Versöhnungsplan könnte auf eine wachsende Kluft zwischen irakischen Aufständischen aus dem Umfeld des gestürzten Regimes von Saddam Hussein und den brutaleren und ideologischeren Kämpfern des Terrornetzwerks Al Kaida hindeuten, die meist aus dem Ausland kommen sollen.

Al-Malikis 24 Punkte umfassendes Papier fordert einen Zeitplan für die Übernahme aller Sicherheitsaufgaben durch irakische Truppen. Zum Abzug der US- und britischen Soldaten werden jedoch keine Einzelheiten genannt. Darüber hinaus sieht der Plan eine Generalamnestie für Täter vor, die nicht an Terroraktivitäten beteiligt waren. (dapd)

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