Aktualisiert

Irak: US-geführte Truppen starten neuen Grossangriff

Die US-geführten Truppen im Irak haben südlich von Bagdad einen neuen Grossangriff gegen Hochburgen irakischer Rebellen gestartet.

Insgesamt seien an der Operation «Plymouth Rock» rund 5000 Soldaten beteiligt, teilte das US-Militär am Dienstag mit.

Unter ihnen seien auch Briten und Iraker. In dem Ort Dschabella hätten US-Marineinfanteristen gemeinsam mit irakischen Polizeieinheiten nach Aufständischen gesucht.

Es handle sich um den «Beginn eines neuen Feldzugs» in der Region. Wegen der Vorbereitung der für den 30. Januar geplanten Wahlen seien die Truppen «entschlossen, diejenigen zu fangen oder zu töten, die den Wahlprozess stören wollen».

Ziel der Aktion sei es unter anderem, von Aufständischen genutzte Wege vom nördlichen Teil der Provinz Babel nach Bagdad und in die Provinz El Anbar zu unterbrechen, in der die Rebellenhochburgen Ramadi und Falludscha liegen, hiess es in der Erklärung des Militärs weiter.

Während der US-geführten Offensive in Falludscha hätten sich vor allem südlich von Bagdad die Angriffe auf Sicherheitskräfte verstärkt, vermutlich um die Aufmerksamkeit der US-Truppen abzulenken.

Teile der Provinz Babel werden von Aufständischen kontrolliert. In der Region wurden bereits zahlreiche Menschen von Rebellen entführt und getötet, weshalb sie auch das «Todesdreieck» genannt wird.

(sda)

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