Irak: US-Soldaten erschiessen Kind
Aktualisiert

Irak: US-Soldaten erschiessen Kind

US-Soldaten haben an einem Kontrollpunkt in der irakischen Hauptstadt Bagdad auf ein Auto geschossen und dabei ein Kind getötet und ein weiteres verletzt.

Die US-Armee teilte mit, der Fahrer habe bei dem Zwischenfall am Montagabend weder auf Zurufe noch auf Zeichen zum Anhalten reagiert. Vielmehr habe er die Lichter seines Autos ausgeschaltet und sei auf die Soldaten zugefahren.

Diese hätten daraufhin das Feuer eröffnet. Das verletzte Kind und die Mutter seien in ein Spital eingeliefert worden, der Vater werde verhört.

Viele Iraker werfen den US-Soldaten vor, zu schnell von der Schusswaffe Gebrauch zu machen und voreilig auf Zivilisten zu schiessen. Einwohner Bagdads berichten, dass die Kontrollpunkte nachts oftmals nur spärlich erleuchtet und kaum zu erkennen seien.

Stromabschaltungen tauchten die Strassen zudem in Dunkelheit und erschwerten es zusätzlich, die willkürlich errichteten Kontrollpunkte zu erkennen.

Die US-Armee betont dagegen die Notwendigkeit, sich zu verteidigen, wenn die Soldaten von einem Angriff auf ihren Kontrollposten ausgingen. In der Vergangenheit sind solche Posten mehrfach Ziel von Selbstmordanschlägen geworden.

(sda)

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