Aktualisiert 27.09.2005 12:46

Irak: Vize von Al Kaida getötet

Irakische und amerikanische Soldaten haben einen der gefürchtetsten Terroristen im Irak getötet.

Der Vizechef der Gruppe Al Kaida im Irak, Abdullah Abu Assam, sei nach einem Hinweis aus der Bevölkerung am Sonntag in einer exklusiven Wohnung in Bagdad erschossen worden, teilte US-Militärsprecher Steve Boylan am Dienstag mit. «Die Sicherheitskräfte stürmten die Wohnung. Assam ergab sich nicht und wurde daraufhin getötet.»

Assam war einer der wichtigsten Helfer von Abu Mussab al Sarkawi, dem Chef der Al Kaida im Irak. Die US-Streitkräfte hatten ein Kopfgeld von 50.000 Dollar auf den «Emir» oder «Prinzen von Anbar» ausgesetzt, wie Assam genannt wurde. Die westliche Provinz Anbar gehört zu den Hochburgen der Aufständischen.

NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer traf am Dienstag zu einem unangekündigten Besuch in Bagdad ein. De Hoop Scheffer wollte sich vom Fortgang der NATO-Ausbildungsmission für irakische Offiziere überzeugen. Es ist der zweite Besuch des NATO-Generalsekretärs im Irak. Er wurde vom Oberbefehlshaber der Allianz in Europa, US-General James Jones, begleitet.

165 NATO-Mitarbeiter schulen in Bagdad 900 Offiziere pro Jahr. «Das ist eine wichtige Mission, weil wir so die Mentalität der irakischen Streitkräfte verändern können», sagte De Hoop Scheffer, nachdem er eine NATO-Flagge über dem Hauptquartier gehisst hatte. Die Mission sei zudem ein Signal, dass die Mitgliedstaaten des Bündnisses an der Seite des Iraks stünden.

Bei einem Selbstmordanschlag in Bakuba wurden mindestens neun Menschen getötet und 21 verletzt. Der Selbstmordattentäter habe sich in einem Polizeigebäude in die Luft gesprengt, in dem Bewerber gerade Formulare zur Aufnahme in die Schnelle Eingreiftruppe der irakischen Polizei ausfüllten, teilte der örtliche Polizeichef mit. (dapd)

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