Irak will Rebellen kaufen

Aktualisiert

Irak will Rebellen kaufen

Die irakische Regierung hat die schiitische Mehdi-Miliz in der Ölmetropole Basra zum Niederlegen der Waffen bis zum 8. April aufgefordert. Wer dies tut, kann mit einer finanziellen Belohnung rechnen.

Dies versprach der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki am Freitag. In der südirakischen Stadt liefern sich irakische Sicherheitskräfte und Anhänger des radikalen Schiiten-Predigers Moktada al-Sadr seit Dienstag heftige Kämpfe.

Die Auseinandersetzungen haben auch auf Bagdad und andere Städte übergegriffen. Am vierten Tag erreichten die Kämpfe auch die südirakische Stadt Nassirija. Aus Sicherheitskreisen der Stadt hiess es, die Milizionäre der Mahdi-Armee hätten unter anderem eine Spezialeinheit der Sicherheitskräfte und das Gebäude der Kommunalverwaltung attackiert. Mehrere Milizionäre seien festgenommen worden.

Die US-Armee meldete unterdessen, ein amerikanischer Soldat sei am Donnerstag durch eine Sprengstoffattacke in Ost-Bagdad ums Leben gekommen. US-Soldaten hatten die Zufahrtstrassen des mehrheitlich von den Sadr-Anhängern kontrollierten schiitischen Armenviertels Sadr-City im Osten von Bagdad blockiert.

In Bagdad galt am Freitag, dem Tag des Moscheebesuchs der gläubigen Muslime, Ausgangssperre. Mehr als 150 Menschen sind bei den Kämpfen im Irak bisher ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt.

(sda)

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