Irak: Zehn Tote bei Selbstmordanschlag
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Irak: Zehn Tote bei Selbstmordanschlag

Bei einem neuen Selbstmordanschlag kamen zehn Menschen ums Leben, mehr als 20 wurden verletzt. Der Anschlag richtete sich gegen eine Kaserne der irakischen Nationalgarde nordwestlich von Bagdad gelegen.

«Wir sollten die Terroristen nicht unsere Tagesordnung bestimmen lassen», sagte Allawi am Mittwoch in einer Rede in Bagdad.

Vor der Kaserne brachte der Angreifer nach Polizeiangaben sein mit Sprengstoff bepacktes Auto zur Explosion.

Während aus anderen Landesteilen eine Reihe kleinerer Anschläge gemeldet wurden, riegelten rund 3.000 amerikanische und irakische Soldaten zahlreiche Strassen südlich von Bagdad ab, um von Rebellen gehaltene Regionen der Provinz Babil wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Truppen besetzten zwei Brücken über den Euphrat und ein mutmassliches Ausbildungslager der Aufständischen. Eine ähnliche Militäraktion richtete sich in der vergangenen Woche gegen Samarra, 100 Kilometer nördlich von Bagdad.

Die US-Streitkräfte griffen am Mittwoch erneut Ziele in der irakischen Stadt Falludscha an. Der Luftangriff richtete sich nach Informationen aus amerikanischen Geheimdienstkreisen gegen ein Treffen führender Mitglieder der terroristischen Organisation von Abu Musab al Sarkawi. Die 65 Kilometer westlich von Bagdad gelegene Stadt gilt als Hochburg der sunnitischen Extremisten und ist in den vergangenen Wochen wiederholt Ziel von Luftangriffen gewesen.

Die radikalen Schiiten im Bagdader Stadtteil Sadr City verständigten sich mit der Übergangsregierung auf eine Waffenruhe. Die am Dienstag signierte Vereinbarung soll die wochenlangen Kämpfe beenden, wie einer der Unterzeichner am Mittwoch mitteilte. Die Anhänger des radikalen Predigers Muktada al Sadr verpflichten sich in dem Abkommen, ihre Waffen abzugeben. Im Gegenzug erhielten sie Geld und eine weit reichende Zusicherung von Straffreiheit, sagte der schiitische Stammesführer Karim al Bachatti.

Im Fall des verschleppten Briten Kenneth Bigley erklärte sich die Londoner Regierung am Mittwoch dazu bereit, die Forderungen der Geiselnehmer anzuhören. Verhandlungen seien jedoch ausgeschlossen, sagte der britische Aussenminister Jack Straw in Bagdad nach einem Treffen mit dem für innere Sicherheit zuständigen stellvertretenden Ministerpräsidenten Barham Saleh. Der 62-jährige Bigley wurde am 16. September zusammen mit zwei Amerikanern entführt, die inzwischen von ihren Entführern enthauptet wurden. (dapd)

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