Irakische Armee tötet 40 Sadr-Milizionäre

Aktualisiert

Irakische Armee tötet 40 Sadr-Milizionäre

Irakische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben 40 schiitische Milizionäre bei Kämpfen in der Stadt Kut getötet.

Auch vier Polizisten seien ums Leben gekommen, teilte der örtliche Polizeichef mit.

Mindestens 75 Aufständische seien verletzt worden. Die Kämpfe in der 170 Kilometer südöstlich von Bagdad gelegenen Stadt hatten in der Nacht zum Donnerstag kurz nach Mitternacht begonnen. Die Polizei habe die Lage in den betroffenen Vierteln mittlerweile unter Kontrolle.

Anhänger des radikalen Schiitenpredigers Moktada Sadr und Sicherheitskräfte liefern sich seit Dienstag in mehreren irakischen Städten heftige Gefechte. Die Behörden verhängten an zahlreichen Orten im Südirak Ausgangssperren, um ein weiteres Ausbreiten der Kämpfe zu verhindern.

Im Mittelpunkt der Unruhen steht der südliche Erdölhafen Basra. Augenzeugen berichteten von Granatfeuer und Explosionen im Viertelstundentakt.

Extremisten sprengten eine Pipeline, die von den Ölfeldern zum Hafen von Basra führt. Augenzeugen berichteten, die Explosion habe einen Grossbrand ausgelöst. Laut US-Armee hat die irakische Regierung 2000 zusätzliche Militär- und Polizeikräfte nach Basra verlegt.

In Bagdad demonstrierten Sadr-Anhänger gegen das Vorgehen der irakischen Regierung. Die Menge skandierte in Sadr-City im Nordosten der Hauptstadt Parolen gegen Regierungschef Maliki und forderte seinen Rücktritt.

Schiitenführer Sadr hatte am Mittwoch gedroht, im ganzen Land zu Protesten und Streiks aufzurufen, falls die irakische Armee weiter gegen seine Milizen vorgehe. Die Sadr-Bewegung verfügt über grossen Einfluss in der Bevölkerung und fordert mehr Mitsprache bei politischen Entscheidungen.

(sda)

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