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Verstoss gegen AtomabkommenIran hat Anreicherung von Uran auf 20 Prozent begonnen

Im Atomabkommen von 2015 hat der Iran zugesagt, auf eine höhere Urananreicherung zu verzichten. Nun verstösst das Land gegen den Deal.

Irans Präsident Hassan Ruhani.

Irans Präsident Hassan Ruhani.

Ebrahim Seydi/Iranian Presidency

Der Iran hat begonnen, Uran auf bis zu 20 Prozent spaltbaren Materials anzureichern. Präsident Hassan Ruhani habe die Atomanlage in Fordo zu diesem Schritt angewiesen, sagte Regierungssprecher Ali Rabiei nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna am Montag.

Dies ist ein verschärfter Verstoss gegen das Atomabkommen von 2015. Darin hat der Iran zugesagt, auf eine höhere Urananreicherung zu verzichten und weitere Schritte zu unternehmen, die es dem Land unmöglich machen sollen, Atombomben zu bauen. Im Gegenzug wurden Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik aufgehoben.

Die USA sind jedoch 2018 aus dem Vertrag ausgestiegen, den auch die übrigen UN-Vetomächte und Deutschland unterschrieben haben, und haben neue Wirtschaftssanktionen verhängt. Im Gegenzug hat der Iran gegen einzelne Bestimmungen des Vertrages verstossen und die Urananreicherung über das darin festgelegte Mass von 3,67 Prozent hinaus auf 4,5 Prozent gesteigert.

Eine Anreicherung auf 20 Prozent ist technisch gesehen nicht mehr weit von der Herstellung von atomwaffenfähigem Uran entfernt, das zu 90 Prozent angereichert sein muss.

Der Iran hat stets beteuert, sein Atomprogramm diene allein friedlichen Zwecken.

(DPA)

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