Aktualisiert 03.02.2005 11:05

Iran ist «beleidigt» durch Bush

Das staatliche iranische Fernsehen hat in scharfer Form die jüngsten Terrorvorwürfe von US-Präsident Bush zurückgewiesen.

Die Vorwürfe seien eine Beleidigung von Staat und Volk.

Die Zunahme des Terrorismus in der Region sei eine Folge des amerikanischen Abenteurertums im Irak, erklärte der Sender IRIB, der als offizielles Sprachrohr der iranischen Führung gilt. Die USA ignorierten zudem jüngste Berichte der Internationalen Atomenergiebehörde, wonach das Atomprogramm des Landes nur friedlichen Zwecken diene.

Eine «eklatante Beleidigung» der Nation sei auch die Ankündigung des amerikanischen Präsidenten, das iranische Volk beim Streben nach Freiheit zu unterstützen. Das iranische Volk habe zu keiner Zeit die Unterstützung von Bush und der Amerikaner benötigt und brauche sie auch nicht in Zukunft, betonte IRIB.

Bush hatte in seiner Rede zu Lage der Nation am Mittwochabend (Ortszeit) Iran beschuldigt, wichtigster Unterstützer des Terrorismus zu sein und den Stopp des iranischen Atomprogramms verlangt.

Bereits zuvor hatte der US-Präsident militärische Mittel gegen Teheran nicht ausgeschlossen, sollten die internationalen Bemühungen um einen Verzicht auf das Atomprogramm scheitern. Die USA unterstellen Iran, Atomwaffen entwickeln zu wollen.

(sda)

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