Aktualisiert 13.11.2007 21:43

Iran legt Pläne zum Bau von Atomwaffen vor

Der Iran hat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Blaupausen für Anfangsstadien einer Atomwaffenproduktion überreicht.

Die Pläne zeigten, wie geschmolzenes Uran zu Sprengköpfen geformt werden könne, erklärten Diplomaten am Dienstagabend am Sitz der IAEA in Wien. Die Regierung in Teheran habe damit aber immer noch nicht ihr komplettes Atomprogramm offengelegt, hiess es weiter.

Die internationale Gemeinschaft fordert vom Iran einen Verzicht auf die eigene Anreicherung von Uran. Die iranische Regierung hält dem entgegen, dass sie das Recht auf ein Atomprogramm zu friedlichen Zwecken habe. Zu den Blaupausen erklärte sie, diese seien ihr schon vor Jahrzehnten beim Kauf von Gerät für Atomkraftwerke auf dem Schwarzmarkt unaufgefordert übergeben worden. Experten wiesen allerdings darauf hin, dass die Pläne für technologische Prozesse ausserhalb der Atomwaffenproduktion nutzlos seien.

IAEA-Generaldirektor Mohamed ElBaradei bereitet zurzeit eine neue Studie über den Atomstreit mit Teheran vor. Diese soll dann in der kommenden Woche im Gouverneursrat erörtert werden. Diplomaten zufolge wird dem Iran in dem Bericht eine verbesserte, aber immer noch nicht vollständige Zusammenarbeit mit der IAEA bescheinigt. Dem entsprechend dürften die USA sowie Grossbritannien und Frankreich ihre Forderungen nach verschärften Sanktionen intensivieren. (dapd)

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