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Iran: Russischer Vorschlag ist keine Lösung

Die iranische Regierung hat einen von Moskau unterbreiteten Vorschlag zur Beilegung des Streits um sein Atomprogramm als untauglich bezeichnet.

Er würde den Konflikt nicht endgültig zu lösen, sagte der iranische Atom-Chefunterhändler.

Der russische Vorschlag, der eine gemeinsame Urananreicherung auf russischem Boden vorsieht, sei allenfalls als möglicher Zusatzplan verwendbar. «Das russische Angebot ist so noch kein Plan, sondern nur eine Idee mit einigen Irrtümern, über die deshalb noch verhandelt werden muss», sagte Ali Laridschani am Sonntagabend im iranischen Staatsfernsehen.

Zugleich unterstrich er erneut das Recht Irans auf die Urananreicherung zur friedlichen Nutzung der Kernenergie. Als Ergänzung könnten die russischen Vorschläge aber durchaus von Nutzen sein, «wenn sie mit unseren nationalen Interessen übereinstimmen».

Laridschani wies Spekulationen zurück, wonach ein Nein Irans zu den Vorschlägen Moskaus die russische Führung im Atomstreit auf Distanz zu Teheran zwingen könnte. «Unsere Beziehungen mit Russland sind wichtig und strategisch, und die Atomfrage macht nur einen kleinen Teil unserer bilateralen Beziehungen aus», sagte der Chefunterhändler.

Von der nächsten Verhandlungsrunde im Atomstreit mit dem EU-Trio Deutschland, Frankreich und Grossbritannien erwarte die Führung in Teheran bald greifbare Ergebnisse. Die Geduld Irans und der Preis, den man für die Zustimmung der Europäer zu zahlen bereit sei, seien begrenzt, sagte Laridschani.

(sda)

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