Iran stoppt Atomprogramm

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Iran stoppt Atomprogramm

Iran wird nach Angaben von Diplomaten das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag unterzeichnen und sein Programm zur Anreicherung von Uran stoppen.

Das wurde am Dienstag in Teheran aus Diplomatenkreisen bekannt. Zuvor hatte sich der iranische Aussenminister Kamal Charasi mit seinen britischen, deutschen und französischen Kollegen getroffen.

Mit einer Unterzeichnung des Zusatzprotrokolls verpflichtet sich Teheran, unangekündigte Kontrollen von Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) im Land zuzulassen.

Nach den ersten Gesprächen am Dienstagmorgen hatten sich der deutsche Aussenminister Joschka Fischer, sein britischer Kollege Jack Straw und der französische Chefdiplomat Dominique de Villepin optimistisch über einen positiven Ausgang der Verhandlungen geäussert.

Die drei Minister waren zu einem überraschenden Besuch nach Teheran gekommen, um im Streit um das iranische Atomprogramm zu vermitteln. Sie wollten sich noch mit Präsident Mohammed Chatami treffen.

Ende Oktober läuft das Ultimatum der IAEA an Teheran ab. Bis dahin muss die iranische Regierung den Nachweis für ihre Versicherungen erbracht haben, dass ihr Atomprogramm tatsächlich rein zivile Ziele verfolgt.

Sollte Iran die Frist verstreichen lassen, drohte die IAEA mit UNO-Sanktionen. Vor allem die USA verdächtigen Iran, mit seinem Atomprogramm insgeheim den Bau von Atomwaffen zu verfolgen. (sda)

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