Aktualisiert 02.09.2006 20:49

Iran unterstützt Libanon-Resolution

Die iranische Regierung hat den Vereinten Nationen ihre volle Unterstützung für die Libanon-Resolution zugesagt.

Die Entschliessung verlangt auch die Einstellung aller Waffenlieferungen an die vom Iran unterstützte schiitische Hisbollah-Miliz.

Der iranische Aussenminister Manutschehr Mottaki habe UN-Generalsekretär Kofi Annan die volle Zusammenarbeit seiner Regierung bei der Umsetzung der Libanon-Resolution zugesichert, sagte Annans Sprecher Ahmad Fawzi am Samstagabend der Nachrichtenagentur AP in Teheran. Dies schliesse auch Paragraph 15 der Resolution ein, in dem es um das Waffenembargo gehe.

Unterdessen rief der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri die arabischen Nachbarländer auf, die israelische Luft- und Seeblockade zu durchbrechen. Der schiitische Politiker verurteilte die israelische Blockade am Samstag auf einer Sondersitzung des Parlaments in Beirut als militärische Aggression und als Verstoss gegen die UN-Resolution 1701. Das Parlament fordert von den Regierungen der arabischen Staaten, die Blockade zu ignorieren und Flugzeuge oder Schiffe in den Libanon zu schicken. Auch UN-Generalsekretär Kofi Annan sprach sich für die Aufhebung der Blockade aus, stiess damit bei seinen Gesprächen in Israel aber auf Ablehnung. Die Regierung in Jerusalem will die Blockade erst dann aufheben, wenn UN-Truppen alle libanesischen Grenzen überwachen und Waffenlieferungen an die Hisbollah-Miliz stoppen.

Unterdessen trafen im Südlibanon die ersten 400 italienischen Soldaten für die UN-Truppe ein. Sie wurden zum Teil mit UN-Hubschraubern in die Hafenstadt Tyrus geflogen. Dort sicherten sie zwei Strände, an denen weitere Truppen landen sollen. Mit der Ankunft der italienischen Soldaten erreicht die UN-Truppe im Libanon (UNIFIL) damit eine Stärke von 3.250 Mann - geplant sind 15.000. Italien stellt das grösste Kontingent und übernimmt im kommenden Jahr das UNIFIL-Kommando von Frankreich. Die UN-Truppen sollen gemeinsam mit libanesischen Soldaten den Waffenstillstand sichern, der im August 34 Tage Krieg zwischen Israel und der Hisbollah beendet hat. (dapd)

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