Aktualisiert 08.03.2004 12:00

Iran weiterhin unter der Lupe der Atombehörde

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) will Iran so lange sorgfältig im Auge behalten, bis alle noch offenen Fragen über das Atomprogramm des Landes geklärt sind.

IAEA-Generaldirektor Mohamed ElBaradei sagte vor Beratungen über das iranische Nuklearprogramm am Montag in Wien, ein Ende der Kontrollmission hänge in erster Linie von der Kooperationsbereitschaft Teherans ab. Die iranische Regierung hatte die UN-Behörde am Sonntag aufgefordert, ihre Überwachung möglichst bald zu beenden.

«Vertrauen aufzubauen dauert Jahre und erfordert absolute Transparenz und völlige Offenheit», betonte ElBaradei. Wie Libyen verletze auch Iran den Atomwaffensperrvertrag, fügte er hinzu. In einem Bericht der IAEA wird Teheran vorgeworfen, weiterhin Beweise für nukleare Aktivitäten versteckt zu halten. Auf internationalen Druck hin hat Iran die Anreicherung von Uran im vergangenen Jahr ausgesetzt, schliesst eine Wiederaufnahme zu friedlichen Zwecken jedoch nicht aus. (dapd)

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