Iranische Zeitung wegen Karikatur verboten
Aktualisiert

Iranische Zeitung wegen Karikatur verboten

Nach Ausschreitungen wegen einer als beleidigend erachteten Karikatur hat die iranische Regierung eine eigene Zeitung verboten. Der Zeichner und der Chefredakteur des Blatts «Iran» wurden verhaftet.

Dem Sender zufolge darf die Zeitung wegen der Veröffentlichung von «Uneinigkeit stiftenden und provokativen Materials» bis auf weiteres nicht mehr erscheinen. Die Zeitung druckte am Freitag die Zeichnung einer Kakerlake, die Aseri redet, die Sprache einer im Nordwesten Irans lebenden ethnischen Minderheit.

Am Montag kam es deswegen in der Provinzhauptstadt Täbris zu Unruhen. Kulturminister Saffar Harrandi hatte sich öffentlich entschuldigt und eine Bestrafung des Herausgebers und des Zeichners zugesagt. Die Aseri stellen rund ein Viertel der iranischen Bevölkerung. (dapd)

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