Iranischer Chefunterhändler von Calmy-Rey empfangen
Aktualisiert

Iranischer Chefunterhändler von Calmy-Rey empfangen

Der iranische Chefunterhändler Ali Laridschani ist auf seiner Europareise am Samstag von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey empfangen worden.

Thema des Treffens waren das umstrittene Atomprogramm Irans und die Schweizer Position zum iranischen Nukleardossier, wie einer Mitteilung des EDA zu entnehmen ist.

Der Chef des iranischen Rates für nationale Sicherheit habe bei dem Treffen mit Bundesrätin Calmy-Rey am Samstag in Bern über die jüngste Entwicklung zur Einstellung seines Landes zum Atomprogramm informiert. Nähere Angaben dazu waren vom EDA nicht erhältlich.

Die Schweizer Aussenministerin habe wie schon bei ihrem Treffen mit ihrem iranischen Amtskollegen Manutschehr Mottaki vom vergangenen 22. Juni die Position der Schweiz zum iranischen Nukleardossier dargelegt. Die Schweiz befürworte eine Lösung auf dem Verhandlungsweg und sei gewillt, bei Bedarf im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu beizutragen, schreibt das EDA.

Die Schweiz setze sich aktiv gegen die Weiterverbreitung von Nukleartechnologie sowie für die Nuklearabrüstung ein. Sie anerkenne das Recht eines jeden Staates auf eine friedliche Nutzung von Nukleartechnologie.

Der Teheraner Unterhändler Laridschani hatte am vergangenen Freitag in Brüssel auch ein informelles Treffen mit EU-Chefdiplomat Javier Solana. Laridschani hatte bei dem Treffen versichert, sein Land sei weiter ernsthaft an Verhandlungen zur Beilegung des Streits über sein Atomprogramm interessiert. Offizielle Gespräche zwischen der EU und dem Iran sind am kommenden Dienstag geplant. (dapd)

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