Ministerium empört: Iranischer Geistlicher behauptet, Corona-Impfstoff mache homosexuell
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Ministerium empörtIranischer Geistlicher behauptet, Corona-Impfstoff mache homosexuell

Der iranische Geistliche Abbas Tabrisian verbreitet auf seinem Telegram-Kanal Falschinformationen über die Corona-Impfstofe. Die iranische Regierung reagiert empört und fordert juristische Konsequenzen.

von
DPA
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Der 68 Jahre alte Kleriker Abbas Tabrisian ist im Iran nicht nur als «islamischer Medizinmann», sondern auch als Verschwörungstheoretiker bekannt.

Der 68 Jahre alte Kleriker Abbas Tabrisian ist im Iran nicht nur als «islamischer Medizinmann», sondern auch als Verschwörungstheoretiker bekannt.

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Auf seinem Kanal in der Messenger App Telegram propagiert der Kleriker ausserdem, dass die Impfstoffe zu einer Reduzierung des islamischen Glaubens führen und homosexuellen Neigungen auslösen.

Auf seinem Kanal in der Messenger App Telegram propagiert der Kleriker ausserdem, dass die Impfstoffe zu einer Reduzierung des islamischen Glaubens führen und homosexuellen Neigungen auslösen.

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Das iranische Gesundheitsministerium geht nun gegen ihn vor.

Das iranische Gesundheitsministerium geht nun gegen ihn vor.

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Darum gehts

  • Der 68-jährige Abbas Tabrisian gilt im Iran als Verschwörungstheoretiker.

  • Er lehnt die moderne Medizin ab und behauptet jetzt, dass Corona-Impfstoffe homosexuell machen.

  • Das Gesundheitsministerium ist wütend, es handle sich um eine illegale Einmischug in gesundheitspolitische Angelegenheiten.

Das iranische Gesundheitsministerium geht gegen einen Kleriker vor, der einen angeblichen Zusammenhang zwischen Corona-Impfstoffen und Homosexualität propagiert und generell von Impfungen abrät. «Das sind nicht nur abergläubische und blödsinnige Ansichten, sondern auch eine illegale Einmischung in die gesundheitspolitischen Angelegenheiten des Landes», sagte Presseleiter Kianusch Dschahanpur laut Medienberichten vom Dienstag. Diese Art von Stimmungsmache dürfe nicht ohne juristische Konsequenzen bleiben.

Heilung durch Kamel-Urin

Der 68 Jahre alte Kleriker Abbas Tabrisian ist im Iran nicht nur als «islamischer Medizinmann», sondern auch als Verschwörungstheoretiker bekannt. Er lehnt die moderne Medizin strikt ab und bezeichnet sie als «ein Projekt der Zionisten, Amerikaner und des Imperialismus» gegen Muslime. Er glaubt auch, dass viele Krankheiten durch einfaches Beten und ohne Ärzte und Medizin geheilt werden können. Zu seinen bevorzugten Heilmethoden gehören Kamel-Urin und Honig-Bandagen.

Auf seinem Kanal in der Messenger App Telegram propagiert der Kleriker ausserdem, dass die Impfstoffe zu einer Reduzierung des islamischen Glaubens führen und homosexuellen Neigungen auslösen. Im Islam – und somit auch im Iran – gilt Homosexualität als eine «krankhafte Perversion», die auch hart bestraft werden kann.

Das Gesundheitsministerium reagierte empört und auch besorgt. Besonders bei dieser lebensgefährlichen Pandemie sollten Kleriker nicht im Namen der Religion mit Menschenleben spielen, so das Ministerium. In den vergangenen zwölf Monaten wurden im Iran im Zusammenhang mit dem Virus mehr als 58 000 Todesfälle und mehr als 1,4 Millionen Infektionen erfasst. Trotz strenger Lockdowns werden weiterhin bis zu 70 Corona-Tote und 7000 Neuinfektionen pro Tag registriert.

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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