Aschewolke: Irischer Luftraum sechs Stunden lang gesperrt
Aktualisiert

AschewolkeIrischer Luftraum sechs Stunden lang gesperrt

Die Aschewolke des Vulkans beim isländischen Eyjafjalla-Gletscher ist zurück. Der irische Luftraum war deshalb von 8.00 bis 14.00 Uhr gesperrt.

Grosser Auftritt des Eyjafjalla-Gletscher-Vulkans auch im isländischen Pavillion an der Weltausstellung in Schanghai (3. Mai 2010).

Grosser Auftritt des Eyjafjalla-Gletscher-Vulkans auch im isländischen Pavillion an der Weltausstellung in Schanghai (3. Mai 2010).

Der Vulkanausbruch auf Island macht Flugpassagieren weiter zu schaffen. Am Dienstag war der Luftraum von Irland sechs Stunden lang gesperrt, weil eine Aschewolke von Norden über die Insel hinwegzog. Betroffen waren auch die Hebriden und die Faröer, der Transatlantikverkehr blieb hingegen ungestört.

Bei den irischen Fluggesellschaften Ryanair und Aer Lingus wurden rund 200 Flüge gestrichen. Weil auch das zu Grossbritannien gehörende Nordirland mit dem Flughafen Belfast betroffen war, konnte die Insel für mehrere Stunden nur noch per Schiff erreicht werden. Davon betroffen war auch der britische Oppositionsführer David Cameron, der zum Wahlkampf in Belfast erwartet wurde.

Zuletzt war der Luftraum über Irland und England am 22. April gesperrt. Damals stürzte der Eyjafjalla den europäischen Luftraum tagelang ins Chaos. Die Fluggesellschaften erlitten nach eigenem Bekunden einen Milliardenschaden. Hunderttausende Passagiere sassen teils tagelang in aller Welt fest.

Weitere Störungen erwartet

Experten zufolge ist noch unklar, wie sich sich die Aschekonzentration in Europa wegen des Vulkans entwickelt. «Wir können eigentlich nicht vorhersagen, was er machen wird», sagte der isländische Geophysiker Pall Einarsson. Der isländische Wetterdienst führte die Luftraumsperrung in Irland auf geänderte Windrichtungen zurück und nicht auf einen verstärkten Ascheausstoss.

Obwohl der Eyjafjalla am Montag etwas mehr Asche abgab als in den Vortagen, ist die seismische Aktivität demnach unverändert. Die Behörden in Dublin warnten, dass es auch in den nächsten Tagen bei Nordwind zu Einschränkungen im Flugverkehr mit Irland kommen könnte. (dapd)

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