Aktualisiert 16.06.2017 11:53

Russischer Luftangriff

IS-Anführer Baghdadi soll tot sein

Russland liegen Informationen vor, wonach IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi bei einem Luftangriff getötet worden sei. Es ist nicht das erste Mal, dass sein Tod verkündet wird.

von
kaf

Nach Luftanschlag in Syrien: IS-Anführer al-Baghdadi angeblich tot. (Video: Tamedia/AFP)

Das russische Verteidigungsministerium überprüft Informationen, wonach IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi bei einem russischen Luftangriff bei der syrischen Stadt Raqqa Ende Mai ums Leben gekommen sei. Dies teilte das Ministerium am Freitag in Moskau mit.

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Im Juli 2014 hat er das «Kalifat» ausgerufen: Terrorchef Abu Bakr al-Bagdhadi bei seinem einzigen öffentlichen Auftritt in der Grossen Moschee in Mosul.

Im Juli 2014 hat er das «Kalifat» ausgerufen: Terrorchef Abu Bakr al-Bagdhadi bei seinem einzigen öffentlichen Auftritt in der Grossen Moschee in Mosul.

Keystone
Wurde bereits mehrfach totgesagt, auch bestätigten IS-Führer aus Syrien den Tod ihres obersten Anführers: Eine undatierte Aufnahme des IS-Chefs. (Archiv)

Wurde bereits mehrfach totgesagt, auch bestätigten IS-Führer aus Syrien den Tod ihres obersten Anführers: Eine undatierte Aufnahme des IS-Chefs. (Archiv)

Keystone/US-Aussenministerium/EPA
Zuletzt hatte die russische Regierung mitgeteilt, sie prüfe Berichte, Baghdadi sei bei einem Luftangriff getötet worden, als er südlich von Rakka an einem Treffen mit anderen Anführern der Terrormiliz IS teilnahm. Rund 30 Anführer und 300 IS-Kämpfer seien dabei getötet worden: Eine russische Su-34 fliegt einen Angriff in Syrien. (Archiv)

Zuletzt hatte die russische Regierung mitgeteilt, sie prüfe Berichte, Baghdadi sei bei einem Luftangriff getötet worden, als er südlich von Rakka an einem Treffen mit anderen Anführern der Terrormiliz IS teilnahm. Rund 30 Anführer und 300 IS-Kämpfer seien dabei getötet worden: Eine russische Su-34 fliegt einen Angriff in Syrien. (Archiv)

Keystone/AP

Der Angriff habe in der Nacht auf den 28. Mai stattgefunden. Baghdadi habe an dem Abend den Informationen zufolge an einem Treffen mit anderen Anführern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) teilgenommen. Die Jihadisten sollen Routen geplant haben, um die Stadt zu verlassen. Rund 30 Anführer und 300 IS-Kämpfer seien beim Angriff getötet worden, so das Verteidigungsministerium.

Schon mehrfach totgesagt

Nur selten tritt der IS-Chef in der Öffentlichkeit auf. Lange war unklar, wie Baghdadi aussieht, bis er überraschend wenige Tage nach Ausrufung des Kalifats Ende Juni 2014 in einer Moschee im nordirakischen Mosul auftauchte und die Freitagspredigt hielt.

Immer wieder gab es Gerüchte, er sei bei Angriffen verletzt oder sogar getötet worden. Diese stellten sich später als falsch heraus.

Kopfgeld von 25 Millionen Dollar

Baghdadi wurde 1971 in der irakischen Stadt Samarra geboren. An der Universität Bagdad machte er einen Abschluss in Islamischen Studien. Nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Saddam Hussein im Jahr 2003 sass er eine Zeit lang in einem US-Gefängnis im Irak.

Die USA hatten zuletzt im Dezember 2016 ein Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar auf Baghdadi ausgelobt. (kaf/sda)

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