Joe Biden verkündet – IS-Anführer dank «dem Mut und dem Geschick unserer Soldaten» getötet

Aktualisiert

Joe Biden verkündetIS-Anführer dank «dem Mut und dem Geschick unserer Soldaten» getötet

Der Chef der Terrormiliz IS, Ibrahim al-Haschimi al-Kuraschi, soll bei einem US-Einsatz in Syrien getötet worden sein. Das teilte US-Präsident Joe Biden am Donnerstag mit.

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Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraischi soll getötet worden sein.

Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraischi soll getötet worden sein.

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In diesem Gebäude sollen sich die Terroristen befunden haben. 

In diesem Gebäude sollen sich die Terroristen befunden haben. 

AFP
US-Präsident Joe Biden informierte am Donnerstag über den Tod des IS-Anführers.

US-Präsident Joe Biden informierte am Donnerstag über den Tod des IS-Anführers.

REUTERS

Darum gehts

  • Joe Biden persönlich hat den Einsatz gegen den Terrorfürsten angeordnet.

  • Dank der Fähigkeiten und des Mutes des US-Militärs sei der IS-Anführer «vom Schlachtfeld» genommen worden.

  • Bei der Luftlandeoperation sollen aber auch 13 Zivilisten getötet worden sein.

Das US-Militär hat nach Angaben des Weissen Hauses bei einem Einsatz im Nordwesten Syriens den Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet. Er habe den Einsatz in der vergangenen Nacht gegen Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraschi angeordnet, erklärte US-Präsident Joe Biden am Donnerstag. Die Machtübernahme des 45-jährigen Irakers  wurde am 31. Oktober 2019 nach dem Tod von Abu Bakr al-Baghdadi durch den IS-Propagandakanal Amaq verkündet.

«Gestern Nacht haben US-Einheiten auf meinen Befehl hin im Nordwesten Syriens erfolgreich einen Anti-Terror-Einsatz ausgeführt, um die amerikanische Bevölkerung und unsere Verbündeten zu schützen und die Welt zu einem sichereren Ort zu machen», erklärte Biden. Al-Hashimi sei «dank des Geschicks und des Muts unserer Streitkräfte» ausgeschaltet worden.

Ein US-Regierungsvertreter sagte, al-Hashimi habe sich zu Beginn des US-Einsatzes selbst in die Luft gesprengt und dabei auch Teile seiner Familie getötet, «darunter Frauen und Kinder». Zuvor hatte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärt, bei einem Einsatz von Spezialkräften im Nordwesten des Landes seien 13 Menschen getötet worden.

Auch 13 Zivilisten unter den Opfern

Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei der Luftlandeoperation auch 13 Zivilisten getötet, unter ihnen auch vier Kinder. Die Militärkoalition habe zudem Ziele nördlich der Region Idlib bombardiert. Die Gefechte dauerten demnach bis in die Nacht an. Ein Aktivist in der Region sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass der IS-Anführer verdächtigt werde, Drahtzieher des schweren Anschlages auf ein Gefängnis im Nordosten Syriens zu sein. Dabei wurden in der Stadt Al-Hassaka Ende Januar mehr als 300 Menschen getötet. Der Angriff galt als der schwerste seit vielen Jahren. Beobachter befürchteten ein Wiedererstarken der Jihadisten.

Anwohner berichteten einem dpa-Fotografen in Syrien am Donnerstag, die Gefechte rund um ein Haus hätten gut drei Stunden lang gedauert. Das Ziel befand sich nur wenige Kilometer vom Ort entfernt, wo US-Spezialkräfte im Herbst 2019 den damaligen IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi bei einem Einsatz getötet hatten.

Im Bürgerkriegsland Syrien kämpft eine Militärkoalition unter Führung der USA gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Der IS hatte im Sommer 2014 grosse Gebiete im Norden des Irak in seine Gewalt gebracht. Kurz darauf riefen die Dschihadisten ein Kalifat aus, zu dem auch Regionen im Nachbarland Syrien gehörten. Militärisch wurde die Terrormiliz im März 2019 besiegt. Sie ist jedoch weiter in beiden Ländern aktiv und verübt immer wieder Anschläge.

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(DPA/job)

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