Nach «Charlie Hebdo»: IS-Miliz droht mit Anschlägen in Europa
Aktualisiert

Nach «Charlie Hebdo»IS-Miliz droht mit Anschlägen in Europa

Der IS sieht das Attentat auf die Redaktion von «Charlie Hebdo» als Beginn einer Folge von terroristischen Angriffen auf Europa und die USA.

Mitglieder der IS-Miliz im Irak, 250 Kilometer nördlich von Bagdad (Archivbild).

Mitglieder der IS-Miliz im Irak, 250 Kilometer nördlich von Bagdad (Archivbild).

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» als Start einer grösseren Terrorkampagne mit weiteren Angriffen in Europa und den USA bezeichnet.

«Wir haben mit der Operation in Frankreich begonnen, für die wir die Verantwortung übernehmen», sagte der IS-Prediger Abu Saad al-Ansari nach Angaben von Anwesenden beim Freitagsgebet in einer Moschee der nordirakischen Stadt Mossul.

IS würdigte Attentäter im Internet

«Morgen werden es Grossbritannien, die USA und andere sein.» Die Drohung gelte für alle Länder des Bündnisses, das Luftangriffe auf die IS-Miliz fliege.

Zuvor hatte die Dschihadistenorganisation die Attentäter von Paris für deren Anschlag in einer im Internet veröffentlichten Audio-Botschaft gewürdigt, die am Donnerstag über Twitter und Dschihadisten-Foren verbreitet wurde. Auch die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz in Somalia feierte die Attentäter von Paris als «Helden».

Attentäter: Wir gehören zu Al-Kaida

Beim Anschlag auf die Redaktionsräume des Satire-Magazins «Charlie Hebdo» in Paris mit zwölf Toten hatten die Terroristen am Mittwoch behauptet, zu Al-Kaida zu gehören. Als sie um sich schossen riefen die Männer zudem «Allah ist gross» und «Wir haben den Propheten gerächt».

Als Hauptverdächtige des Angriffs gelten die Brüder Chérif und Said Kouachi. Sie verschanzten sich am Freitag nach einer Verfolgungsjagd mit einer Geisel in einer Druckerei nordöstlich von Paris, ein Grosseinsatz der Polizei ist im Gange.

Ausserdem bestätigten Ermittler am Freitag einen Zusammenhang zwischen dem Angriff auf das Satire-Magazin und den tödlichen Schüssen auf eine Polizistin in der Nähe der französischen Hauptstadt vom Donnerstag. (sda)

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