Aktualisiert 29.06.2016 11:20

Embrach ZHIS-Sympathisant Ahmed J. bekommt Sozialhilfe

Ein 27-jähriger IS-Sympathisant wollte in den Jihad ziehen, wurde aber gestoppt. Jetzt bezieht er Sozialhilfe. Der Gemeinderat kann nichts dagegen tun.

von
rad
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Ahmed J., der Schweizer IS-Sympathisant mit libanesischen Wurzeln, wurde 2015 am Flughafen Zürich verhaftet.

Ahmed J., der Schweizer IS-Sympathisant mit libanesischen Wurzeln, wurde 2015 am Flughafen Zürich verhaftet.

Blick
Am 14. Juli 2016 steht Ahmed J. (hier links auf dem Weg zum Prozess) vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona. Ihm wird die Unterstützung des IS vorgeworfen.

Am 14. Juli 2016 steht Ahmed J. (hier links auf dem Weg zum Prozess) vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona. Ihm wird die Unterstützung des IS vorgeworfen.

kein Anbieter/Samuel Golay
Vor Gericht erklärte er, er habe beim IS nur Leuten helfen wollen, aber nicht in den Krieg ziehen.

Vor Gericht erklärte er, er habe beim IS nur Leuten helfen wollen, aber nicht in den Krieg ziehen.

Keystone/Linda Graedel

In der Gemeinde Embrach ZH lebt Ahmed J., der 27-jährige Schweizer mit libanesischen Wurzeln in einem Mehrfamilienhaus. Noch vor gut einem Jahr, am 7. April 2015, wollte der Mann offenbar für den Islamischen Staat in den Jihad, den Heiligen Krieg, ziehen. Doch auf dem Weg in die Türkei wurde der IS-Sympathisant am Flughafen Zürich verhaftet. Der «Blick» machte den Fall vor drei Monaten publik.

Obwohl Ahmed J. an der Ausreise gehindert, ihm der Pass abgenommen wurde und er seither unter Beobachtung der Bundespolizei steht, bezieht er Sozialhilfe in Embrach. Diese Tatsache stiess bei einem Stimmbürger an der Gemeindeversammlung vom Montag auf Unverständnis, so der «Landbote».

Keine gesetzliche Regelung

Der Gemeinderat Embrach ist im Fall von IS-Sympathisant Ahmed J. schlicht machtlos. Ihm sind laut der Zeitung die Hände gebunden, da das Prinzip der Glaubensfreiheit gelte: «Der Mann hält ausserdem all seine Auflagen ein. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, die Sozialhilfe zu kürzen», so die Antwort des Gemeinderats. Zudem gebe es auch keine gesetzliche Regelung, wonach es erlaubt wäre, jemandem aufgrund seiner potenziellen Gefahr die Sozialhilfe zu streichen.

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