Aktualisiert 03.11.2014 20:35

IrakIS tötet 36 Sunniten in aller Öffentlichkeit

Der IS übt Vergeltung an Sunniten, die die irakische Regierung unterstützen. In einem Dorf nahe Ramadi ermordeten Kämpfer der Terrormiliz 36 Bewohner.

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (Archivbild).

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (Archivbild).

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat nach Behördenangaben weitere 36 Mitglieder eines sunnitischen Stammes öffentlich ermordet. Bei den Getöteten in dem Dorf Ras Al-Maa in der Provinz Anbar handelte es sich um 29 Männer, 4 Frauen und 3 Kinder, wie ein Vertreter der Provinzregierung in Anbar am Montag mitteilte.

Damit brachten die IS-Kämpfer, selbst Sunniten, in den vergangenen Tagen mehr als 200 Mitglieder des Stammes Al Bur Nimr um – offenbar, weil diese die irakische Regierung unterstützten.

Schüsse in den Kopf

120 Familien seien in dem Ort nahe der Stadt Ramadi noch eingeschlossen, sagte ein ranghohes Mitglied von Al Bur Nimr. Seinen Worten zufolge wurden die 36 Sunniten einzeln durch Schüsse in den Kopf getötet.

Kämpfer des IS halten seit ihrem schnellen Vormarsch im Sommer weite Landesteile im Norden und Westen des Iraks sowie in Syrien unter ihrer Kontrolle. In der Provinz Anbar hatten sie bereits zu Jahresbeginn Teile von Ramadi und Falludscha erobert. Nun reagieren sie mit brutaler Gewalt auf den zunehmenden Widerstand sunnitischer Stämme. (sda)

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