Namensänderung: Isis verschwindet aus dem Börsen-Ticker
Aktualisiert

NamensänderungIsis verschwindet aus dem Börsen-Ticker

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat Auswirkungen auf die Pharmabranche. Der US-Konzern Isis gibt sich einen neuen Namen.

von
lin
So sieht das neue Logo des US-Pharmakonzerns aus.

So sieht das neue Logo des US-Pharmakonzerns aus.

Kein Anbieter/Ionis

Das Ticker-Symbol Isis wird ab Dienstag aus der US-Technologiebörse Nasdaq verschwinden. Denn der kalifornische Pharmakonzern Isis ändert seinen Namen zu Ionis Pharmaceuticals und gleichzeitig auch das Symbol an der Börse. «Der Name wurde immer mehr zu einer Ablenkung. Während einem vierminütigen TV-Interview haben wir nur über den Namen statt über unsere neuen Medikamente diskutiert. Das macht einfach keinen Sinn», erklärte der Isis-CEO Stanley Crooke gemäss Forbes. Deshalb habe sich das Unternehmen für einen neuen Namen entschieden.

«Wir sind seit 25 Jahren Isis und ich will nicht vor diesen Terroristen kapitulieren», hatte Crooke noch vor einem Jahr während einem TV-Interview gesagt. Inzwischen hat er seine Meinung aber geändert. «Das Problem ist nicht mehr nur die Ablenkung, sondern auch die Gefahr, dass unsere Angestellten auf Reisen ins Ausland Probleme bekommen könnten», erklärt Crooke. Und er äussert auch die Befürchtung, dass Angestellte sogar zuhause attackiert werden könnten, weil sie mit einer Organisation Namens Isis verbunden seien.

Unternehmen hofft auf Ruhe

Das gleiche Schicksal wie Isis Pharma ist auch zahllosen kleineren Unternehmen widerfahren, die den Namen Isis, der meist auf die ägyptische Göttin Isis zurückgeht, trugen. Durch den Aufstieg der Terrormiliz Islamischer Staat sahen sich viele dieser Unternehmen gezwungen, ihren Namen zu ändern.

Isis-CEO Crooke hofft, dass mit dem Namenswechsel wieder etwas Ruhe einkehrt und die Investoren über neue Medikamente und nicht nur über den Namen sprechen. An der Börse hatte der Name Isis wohl keinen negativen Einfluss auf den Kurs des Pharmaunternehmens: In den vergangenen zwei Monaten legte die Aktie um 14 Prozent zu.

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