Al-Schabab-Kämpfer: Islamisten aus Mogadischu vertrieben
Aktualisiert

Al-Schabab-KämpferIslamisten aus Mogadischu vertrieben

Erfolg im Kampf gegen die Terror-Organisation Al-Schabab in Somalia. Regierungstruppen und Truppen der Afrikanischen Union drängten die Rebellen zurück.

Somalische Soldaten und Truppen der Afrikanischen Union (AU) haben nach eigenen Angaben die letzte Hochburg der Al-Schabab-Miliz am Rande von Mogadischu zurückerobert. In einem mehrstündigen Gefecht gelang es ihnen, die islamistischen Kämpfer aus dem Ort Maslah zu vertreiben.

Damit sei die somalische Hauptstadt nun vollständig unter Kontrolle der Truppen, sagte AU-Sprecher Paddy Ankunda. Dies erleichtere Flüchtlingen die Rückkehr.

Laut Augenzeugen setzten die Truppen der Regierung und der AU bei dem Gefecht schwere Waffen und Panzer ein. Dennoch mussten sie nach Angaben von Al-Schabab starke Verluste hinnehmen. Somalische Soldaten durchsuchten die Häuser in dem Gebiet.

«Zehntausende sind schon gestorben»

Immer wieder Anschläge

Maslah galt als letzter Rückzugsort im Grossraum Mogadischu, in dem sich die mit Al-Kaida verbündeten Al-Schabab-Kämpfer frei bewegen konnten. Sie nutzten Maslah zur Lagerung von Waffen, zum Training oder als Basis für Angriffe auf Militäreinrichtungen.

Trotz der Erfolge der Truppen bei der Sicherung Mogadischus in den vergangenen Monaten schaffen es getarnte Aufständische auch weiterhin, die Kontrollen zu umgehen. Immer wieder werden Anschläge verübt. Über sichere feste Rückzugsgebiete innerhalb der Hauptstadt verfügen die Kämpfer jedoch nicht mehr. (sda)

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