Aktualisiert 26.07.2011 15:44

Somalia

Islamisten bekennen sich zu Minister-Tötung

Ein Selbstmordanschlag in Mogadischu hat den somalischen Innenminister in den Tod gerissen. Nun hat eine radikalislamische Gruppierung die Verantwortung für die Tat übernommen.

Die radikalislamische Al Shabab hat sich am Samstag zu dem tödlichen Anschlag auf den somalischen Innenminister Abdishakur Sheik Hassan bekannt. Mitglieder der Islamisten hätten am Freitag den Anschlag auf den Minister ausgeführt, da dieser «ein Hindernis» für das Ziel der Gruppe dargestellt habe, die Regierung zu stürzen, sagte Al-Shabab-Sprecher Sheik Ali Mohamud Rage.

Hassan war bei einem Bombenanschlag getötet worden. Der Verdacht fiel auf eine Verwandte. Rage dankte Eingeweihten, die, wie er sagte, die Tat unterstützt hätten.

Es war bereits der dritte Selbstmordanschlag in Mogadischu innerhalb von zwei Wochen. Zu den zwei vorigen hatte sich ebenfalls die radikalislamische Al-Shabab-Miliz bekannt. In Somalia herrscht seit fast zwei Jahrzehnten Bürgerkrieg. Die Übergangsregierung hält sich nur mit Mühe in Mogadischu an der Macht, während die Al-Shabab-Miliz weite Teile des ostafrikanischen Landes kontrolliert. (sda)

Kenia vermeldet Tötung von Al-Kaida-Chef für Ostafrika in Somalia

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Der mutmassliche Al-Kaida-Chef für Ostafrika ist nach kenianischen Angaben in Somalia getötet worden. Fazul Abdullah Muhammad sei am vergangenen Mittwoch in Mogadischu getötet worden, sagte Kenias Polizeichef Mathew Iteere am Samstag.

Entsprechende Informationen habe er direkt von den Behörden in Somalia bekommen. Zuvor hatte es bereits in Somalia aus den Reihen der radikalislamischen Shebab-Miliz geheissen, dass Fazul Abdullah Muhammad in der Nähe von Mogadischu getötet worden sei. Der auf den Komoren geborene Kämpfer galt als Chef des Terrornetzwerks Al Kaida in Ostafrika.

(SDA)

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