«Leiden der Muslime»: Islamisten-Demo in England abgesagt
Aktualisiert

«Leiden der Muslime»Islamisten-Demo in England abgesagt

Nach heftiger Kritik ist ein umstrittener Aufmarsch von Islamisten an einem symbolträchtigen Ort abgesagt worden. Die radikale Gruppe «Islam for UK» will nun doch nicht dort demonstrieren, wo die Särge gefallener britischer Soldaten ankommen.

Die geplante Demonstration in dem Ort Wootton Bassett werde nicht stattfinden, teilte «Islam for UK» teilte am Sonntagabend mit. In der südwestenglischen Ortschaft kommen die Särge mit den Leichen der britischen Soldaten an, die in Afghanistan getötet wurden. Die Extremisten hatten einen Marsch zum Gedenken an die Muslime, die «im Namen von Demokratie und Freiheit umgebracht wurden» geplant und damit einen Sturm der Entrüstung bei der britischen Regierung und auch bei Muslimenverbänden ausgelöst.

Die Regierung hatte auch erwogen, die Organisation, die extremistische Verbindungen haben soll, zu verbieten. «Islam for UK» begründete die Absage des Marsches damit, dass sie bereits «erfolgreich auf das Leiden der Muslime in Afghanistan aufmerksam» gemacht habe.

Die Särge der britischen Soldaten werden bei der Überführung in die Heimat über den nahe gelegenen Luftwaffenstützpunkt Lyneham eingeflogen und bei ihrer Fahrt durch Wootton Bassett stets mit einer Zeremonie gegrüsst. (sda)

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