Aktualisiert

Islamisten fallen in Dorf ein: Sieben Tote

Bei einem Überfall von Islamisten auf ein Dorf im indischen Teil Kaschmirs und einem mehrstündigen Feuergefecht mit den Sicherheitskräften sind sieben Menschen ums Leben gekommen.

Nach Polizeiangaben hatten am Sonntagmorgen (Ortszeit) zwei Angreifer das Haus eines Lokalpolitikers gestürmt und den Mann sowie dessen Ehefrau erschossen. Zwei Familienmitglieder seien verletzt worden.

Nach Eintreffen von Armee und Polizei hätten sich die Extremisten mit fünf Geiseln, darunter zwei Kinder, in einem anderen Gebäude des unweit von Kaschmirs Winterhauptstadt Jammu gelegenen Dorfes verschanzt, sagte ein Polizeisprecher.

Den Angaben zufolge gelang es den Sicherheitskräften, vier Geiseln zu befreien. Bei dem Feuergefecht sei jedoch eine Frau erschossen worden. Zudem starben bei der mehr als zehn Stunden andauernden Auseinandersetzung ein Soldat, ein Fotograf sowie die beiden Angreifer.

Insgesamt zehn Angehörige der Sicherheitskräfte seien verletzt worden, so der Polizeisprecher. Zunächst bekannte sich keine der in Kaschmir operierenden Extremistengruppen zu dem Angriff. Ein Armeesprecher machte jedoch die radikalislamische Organisation Lashkar-e-Toiba für den Überfall verantwortlich.

Im indischen Teil Kaschmirs kämpfen muslimische Extremisten seit Ende der 80er Jahre für die Unabhängigkeit oder den Anschluss der Region an Pakistan. Dem Konflikt fielen bislang mehr als 40 000 Menschen zum Opfer. Seit ihrer Unabhängigkeit haben Atommächte Indien und Pakistan zwei Kriege um die geteilte Region Kaschmir geführt.

(sda)

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